Bei Maybritt Illner konnte man am 9. Januar sehen, wie das Rechtsbewusstsein schwindet und die Manipulationsbereitschaft wächst.

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10-01-20 08:58:00,

Eigentlich lohnt sich die Sendung nicht, es sei denn, man will studieren, wie und welche Manipulationsmethoden angewandt werden und wie verkommen die Moral von manchen Menschen ist, die zu einer solchen Sendung eingeladen werden. Hier ist der Link zur Mediathek. Es war ein Stelldichein der Transatlantiker und Apologeten des US-Imperiums – mit ganz kleinen Abstrichen. Auf jeden Fall wussten alle eindeutig, wer die Guten und wer die Bösen sind. Albrecht Müller.

  1. Eingeladen waren:
    • Sigmar Gabriel (SPD), Vorsitzender des „Vereins Atlantikbrücke e.V.“
    • Daniel Gerlach, Journalist und Nahost-Experte
    • Düzen Tekkal, Journalistin und Kriegsreporterin, ehrenamtliches Vorstandsmitglied der Konrad Adenauer Stiftung e.V.
    • Ulrike Becker, Historikerin, leitet den Bereich „Forschung“ des „Mideast Freedom Forum Berlin (MFFB)“
    • Elmar Theveßen, Journalist. Er leitet das ZDF-Studio Washington.
  2. Einseitige Auswahl.

    Gabriel und Thevesen waren, unterstützt von Daniel Gerlach, die Linksaußen dieser Versammlung. Die beiden Frauen plus Moderatorin rechts davon. Der Maßstab für diese Einschätzung ist die Haltung zur Tötung eines Menschen, zur Ermordung eines Menschen, ja mehrerer Menschen, durch ein Land in einem anderen Land und ohne gerichtliche Verurteilung. Sigmar Gabriel wandte immerhin ein, dass die Ermordung des iranischen Generals einen Rechtsbruch darstelle. Das Völkerrecht erlaubt das nicht.

    Aber dieser Hinweis hat die Diskussion nicht geprägt. Hierzulande hat man sich offenbar so an die Drohnenmorde, die über Ramstein koordiniert werden, gewöhnt, dass man auch den Mord vom 2. Januar für angemessen hält. Der Blick in die Medien und einige Telefongespräche mit Beobachtern in Berlin haben mir den Eindruck vermittelt, dass Usus geworden ist, was bei dieser Sendung offen debattiert und begrüßt worden ist: Wir, die Guten, angeführt von den USA, haben das Recht und sogar die Pflicht, solche Gewalttaten zu begehen. Das internationale Recht spielt eine immer geringer werdende Rolle.

    Zur Einseitigkeit beigetragen haben vor allem die beiden Frauen Tekkal und Becker. Ulrike Becker ist die Vertreterin einer NGO. Dazu gab es auf den NachDenkSeiten in dieser Woche eine Information. Siehe hier ein interessanter Hinweis zu Mideast Freedom Forum Berlin (MFFB). Frau Becker hat den Mord ausdrücklich begrüßt, ohne zu zögern.

    Nebenbemerkung: Wenn man der Meinung ist, dass es der Politik und unserem Zusammenleben gut täte, wenn Frauen mehr zu sagen hätten, dann erfährt man an diesem Abend einen herben Rückschlag.

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