Finanzsystem: Warum kaufen die meisten Zentralbanken der Welt soviel Gold? | www.konjunktion.info

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11-01-20 02:40:00,

Goldbarren - Bildquelle: Pixabay / hamiltonleen; Pixabay LicenseGoldbarren - Bildquelle: Pixabay / hamiltonleen; Pixabay License

Goldbarren – Bildquelle: Pixabay / hamiltonleen; Pixabay License

Gold hat in den letzten 18 Monaten eine deutliche Preissteigerung erfahren. Fragt man nach dem Grund danach, erhält man verschiedene Erklärungen, die sich auf ganz unterschiedliche Theorien stützen. Dabei werden gerne bestimmte Faktoren ignoriert, die sich aus den historischen Goldrallies ableiten lassen. Beispielswiese fokussiert sich die Hochleistungspresse bei ihrem Erklärungsmodell oft auf die Stimulimaßnahmen der Notenbanken, um einen Preisverlust bei Gold zu erklären. Dabei wird aber gerne vergessen, dass die letzte Goldrally begann als die Fed ihre Liquidität durch Repo-Ankäufe versuchte zu steigern und die Zinsen anhob. Zudem denken viele Analysten, dass die Goldankäufe immer dann anziehen, weil die Gelder eine Investitionsmöglichkeit suchen, da die Aktienkurse gen Süden drehen. Doch aktuell ist es so, dass die Aktien sehr hoch stehen und gleichzeitig der Goldpreis nach oben ging. Was verschweigt uns also die Hochleistungspresse?

Zu aller erst ist es wichtig zu verstehen, dass Gold nicht nur und zwangsläufig ein Mittel zur Inflationsabsicherung ist; es ist auch ein Krisenabsicherungsinstrument. In Zeiten, in denen die ökonomischen und geopolitischen Unsicherheiten zunehmen, steigt auch der Goldpreis massiv an. Und im letzten Jahrzehnt haben wir eine Unsicherheit und eine Instabilität erlebt, die die Welt bisher noch nie gesehen hat. Das Problem ist, dass sich der Durchschnittsbürger dieser Tatsache überhaupt nicht bewusst ist. Die Menschen haben keinerlei Ahnung wie schlimm die Situation noch werden kann, weil sie denken, dass es immer Mittel und Wege gibt, um jedwede potenzielle Probleme im Finanzsystem aus dem Weg zu räumen. Sie gehen davon aus, dass die Regierungen und die Banken dann eingreifen werden. Zurückzuführen auch auf die fehlende bzw. falsche Berichterstattung in den Medien bzw. in der schulischen Ausbildung begründet, wenn es um das Thema Finanzen/Finanzsystem geht.

Es gibt zahlreiche Hinweise, dass diesmal die Regierungen und Banken eben nicht eingreifen werden und können. Tatsache ist, dass sich die Notenbanken weltweit auf ein Ereignis vorbereiten, das sie entweder noch nicht quantifizieren können oder von dem sie sich schlichtweg weigern die Bevölkerungen warnen zu wollen. Aufgrund des massenhaften Goldankaufs zahlreicher Zentralbanken ist dieser Umstand evident.

2018 haben die Notenbanken soviel in Gold investiert wie zuletzt 2010. Im vergangenen Jahr 2019 zeigen die Zahlen des 3. Quartals, dass es sogar noch MEHR wurde: 12% plus gegenüber 2018.

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