Iran-Krise als Innenpolitik – Das russische Fernsehen über die politische Woche in den USA | Anti-Spiegel

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13-01-20 02:56:00,

Schon traditionell schaut das russische Fernsehen in der Sendung „Nachrichten der Woche“ auf den Polit-Zirkus in den USA. An diesem Sonntag war der Blick besonders düster, denn langsam sind die Vorgänge dort auch mit schwarzem Humor kaum mehr zu ertragen.

Die politische Woche in den USA wurde ebenfalls von den Vorgängen rund um den Iran bestimmt und dabei wird erst so richtig deutlich, wie sehr die Welt und unzählige Menschenleben einzig und allein von den innenpolitischen Grabenkämpfen und medialen Schlammschlachten in den USA abhängen. Ich habe diesen Beitrag des russischen Fernsehens daher übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Die Krise, die die Vereinigten Staaten im Nahen Osten provoziert haben, hat auch eine inneramerikanische Dimension. Wie funktioniert die?

Die Proteste gegen die Ermordung von General Soleimani und die neue Krise um den Iran sind Teil der Geschichte des Amtsenthebungsverfahrens geworden. Auf dem Union Square in New York fordert eine Antikriegskundgebung den Rücktritt von Donald Trump und Vizepräsident Mike Pence. Solche Aktionen finden schon die zweite Woche in Folge in allen großen und nicht sehr großen Städten des Landes statt. Es gibt noch keine neuen Umfragen, aber erste Anzeichen deuten darauf hin, dass sieben von zehn Amerikanern besorgt sind, dass die USA beschließen könnten, übereilt militärische Gewalt gegen den Iran anzuwenden. Ihre Befürchtungen bestätigten sich in der Nacht, als die Fahrzeugkolonne des iranischen Generals von einem Hubschrauber oder einer Drohne getroffen wurde.

„Die Vereinigten Staaten sagen, dass Blut an den Händen von General Soleimani klebt. Aber die USA haben viel mehr Blut an den Händen. Angefangen beim Sturz der iranischen Regierung 1953, um dem Schah und seinem blutigen Regime zu helfen. Wir können uns an die beiden Kriege erinnern, die die Vereinigten Staaten gegen den Irak inszeniert haben. Hunderttausende, sogar Millionen von Menschen sind durch US-Aktionen in diesem Teil der Welt ums Leben gekommen. Und dann sagen sie, er ist ein böser Kerl, er muss getötet werden“, sagte Carol Dix, eine der Organisatorinnen der Proteste.

Dafür konnte man sich in Washington – wo es natürlich keine Spur eines moralischen Unbehagens über den Mord gab – nicht einigen. Es gibt keinen evidenzbasierten Grund für den Angriff. Es ist nicht klar, warum es so überstürzt passieren musste. Die neueste Version gab Trump im Interview mit Fox preis.

Der Präsident der Vereinigten Staaten verwechselt seine Aussagen.

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