Blackrock: Kann man eine solche Kapitalmacht mit einem Tribunal angreifen?

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20-01-20 05:00:00,

BlackRock, Hauptquartier – Archivbild von 2008. Foto: Americasroof/CC BY-SA 3.0

  1. Blackrock: Kann man eine solche Kapitalmacht mit einem Tribunal angreifen?

  2. Alte Zivilgesellschaft – neuer Aktivismus


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Das Vorbereitungstreffen für ein Blackrock-Tribunal wirft viele Fragen auf, auch über unterschiedliche Formen des zivilen Ungehorsams

“Wir machen Nachhaltigkeit zum Standard” und “Nachhaltigkeit – Herzstück unserer Anlageprozesse”: Solche umweltsensiblen Schlagzeilen findet man auf der Internetseite von Blackrock Deutschland. Der Politikwissenschaftler Lars Bretthauer spricht von einer bei Großkonzernen beliebten “Greenwashing-Strategie”.

Das Blockrock-Management wolle schon im Interesse seiner Kunden, d.h. der Anleger, die Kapitalteile verringern, die zu Ärger und Widerstand führen könnten. So sind die umweltfreundlichen Töne in einem Brief des Blackrock-Vorstandsvorsitzenden Larry Fink eine direkte Folge der globalen Klimabewegung, was dieser auch nicht verschweigt:

Der Klimawandel ist für die langfristigen Aussichten von Unternehmen zu einem entscheidenden Faktor geworden. Im vergangenen September gingen Millionen Menschen auf die Straße, um Maßnahmen gegen den Klimawandel zu fordern. Viele von ihnen brachten die erheblichen und nachhaltigen Auswirkungen der Klimaveränderung für Wirtschaftswachstum und Wohlstand zum Ausdruck. Ein Risiko, das die Märkte bislang nur zögerlich zur Kenntnis nehmen. Aber das Bewusstsein ändert sich rasant, und ich bin überzeugt, dass wir vor einer fundamentalen Umgestaltung der Finanzwelt stehen.

Larry Fink in einen Brief an die Anleger

Der Politologe Bretthauer ist Teil eines kleinen Teams, das ein Blackrock-Tribunal in Berlin vorbereitet. Am vergangenen Samstag hatten sich in Berlin ca. 30 Personen getroffen, um darüber zu diskutieren, ob es realistisch ist, ein solches Tribunal für Mai 2020 zu terminieren. Das Treffen zeigte einerseits, wie sinnvoll es ist, sich genauer mit dem weltweiten Agieren von Blackrock zu befassen. Aber es machte auch die Schwierigkeiten deutlich, vor denen eine konzernkritische Bewegung in Deutschland heute steht.

Wie mächtig ist Blockrock?

In seinem Überblick blätterte Lars Bretthauer die recht kurze Geschichte von Blackrock erhellend auf. Gleichzeitig wäre eine materialistische Analyse von Blackrock und dessen Einfluss dringend geboten. Das zeigt sich schon an den hilflosen Versuchen bürgerlicher Zeitungen, einen Konzern wie Blackrock zu beurteilen. Da wird von der “heimlichen Weltmacht”

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