Apokalyptischer Jahresstart

apokalyptischer-jahresstart

09-02-20 09:34:00,

„Ich liebe den Geruch von Napalm am Morgen“ lässt die Figur des Colonel Bill Kilgore seine Kameraden in dem Antikriegsfilm „Apokalypse Now“ wissen. Komprimiert man das vor uns liegende Jahr 2020 auf einen Tag, so wäre der Morgen dieses Jahres, also der Januar, für Colonel Kilgores Geruchssinn ein wahres Freudenfest. Es schepperte, brannte, grassierte und trennte sich an allen Ecken und Enden. War das die dunkelste Stunde, ehe das Dämmerlicht am Horizont erscheint oder der beginnende Sog in ein schwarzes Loch, welches wir Menschen selber erschaffen haben?

Aus dem All könnte die Erde wie eine comicartige, kugelrunde Bombe aussehen, auf der an einer Stelle die Lunte brennt. Diese Lunte war aktuell Australien. Rückt die Feuerwehr für gewöhnlich dann aus, wenn ein Gebäude brennt, musste die australische Feuerwehr nun einen ganzen Kontinent löschen. Oder zumindest große Teile davon.

Es ist noch gar nicht so lange her, dass die Lunge der Erde, namentlich der Amazonas-Regenwald, lichterloh brannte, schon stehen wieder weite Flächen der Erde in Flammen. Und das mit Folgen, die in ihren verheerenden Auswirkungen denen des Amazonas-Regenwaldes in nichts nachstehen.

Die viral gehenden Bilder dürften in etwa der Vorstellung entsprechen, die christliche Gläubige von der Hölle haben. Ein feuerroter Himmel, ganz gleich wohin man sieht, und dichte Rauchschwaden, die sich ihren Weg durch tote Bäume bahnen. Religionen dürften es dieser Tage schwer haben, ihre Glaubensgemeinschaft mit der Angst vor einer Hölle zu disziplinieren, denn diese Hölle schaffen wir Menschen uns gerade hier und jetzt im Diesseits.

Wer bis ins Jahr 2020 wahrlich noch geglaubt hatte, den USA sei etwas an Menschenrechten oder am Völkerrecht gelegen, der hat die Kontrolle über sein Leben verloren! Nicht nur die Kontrolle, sondern das ganze Leben verloren hat der iranische General Kassem Soleimani, Gallionsfigur des Anti-IS-Kampfs, starb durch eine völkerrechtswidrige Ermordung durch das US-Imperium. Am 3. Januar 2020 waren die Kracher der Silvesterraketen keine 48 Stunden verhallt, da schepperte es erneut. Diesmal jedoch gezielt und mit Tötungsabsicht. Soleimani war gerade in Bagdad gelandet und in eine Fahrzeugkolonne umgestiegen. Kaum dass die Fahrzeuge das Flughafengelände verlassen hatten, schoss eine amerikanische MQ-9-Reaper Drohne – gesteuert von einem schäbigen Feigling – eine Rakete auf sie ab. Diese Rakete vernichtete binnen Sekunden in neunfacher Weise das, was neun Monate benötigt um das Licht der Welt zu erblicken,

 » Lees verder

%d bloggers liken dit: