Das russische Außenministerium über die Lage in Bolivien und anti-russische Propaganda | Anti-Spiegel

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06-03-20 08:21:00,

Bolivien ist aus den Nachrichten verschwunden, dabei bleibt die Lage in dem Land nach dem Staatsstreich vom November und vor den Wahlen im Mai brisant. Darauf hat das russische Außenministerium nun wieder hingewiesen.

Vor einigen Tagen haben Wissenschaftler des Massachusetts Institute of Technology in einer Studie Zweifel an der These geäußert, dass der damalige bolivianische Präsident Morales bei den Wahlen im Oktober tatsächlich Wahlfälschung betrieben hat. Auch die Organisation Amerikanischer Staaten konnte in ihrem Bericht die These des Wahlbetruges nicht verfestigen.

Nachdem die „Qualitätsmedien“ in Deutschland im November Bolivien und die angebliche Wahlfälschung auf den Titelseiten hatten, berichten sie über diese neuen Entwicklungen „überraschenderweise“ nicht. Lediglich RT-Deutsch hat ausführlich darüber berichtet. Über die Hintergründe des Putsches in Bolivien, der schon im November klar als solcher zu erkennen war, habe ich seinerzeit eine ausführliche Analyse geschrieben, die Sie hier finden können.

Am Freitag hat auch das russische Außenministerium das Thema in einer offiziellen Erklärung aufgegriffen, denn in Bolivien werden die gleichen plumpen Mittel genutzt, wie in den USA und in Europa, nämlich an allem und jedem kurzerhand Russland die Schuld zu geben. Daher habe ich die offizielle Erklärung der Sprecherin des russischen Außenministeriums übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Die Lage in Bolivien bleibt im Vorfeld der Präsidentschafts- und Parlamentswahlen, die am 3. Mai anstehen, schwierig. Wir sehen einen offenen und in einigen Fällen verdeckten Kampf zwischen verschiedenen politischen Kräften, bei dem es in erster Linie um die Registrierung von Kandidaten geht.

Vor diesem Hintergrund berichteten eine Reihe von internationalen Medien, dass es für die Ereignisse, die die innenpolitische Instabilität in Bolivien eingeleitet haben, tatsächlich keine legitimen Gründe gab, das gilt auch für die angeblichen massiven Verstöße und Fälschungen und bei den Wahlen vom 20. Oktober 2019. Mit anderen Worten, wenn wir die Artikel und Veröffentlichungen zusammenfassen, die in den letzten Tagen erschienen sind, trug das, was im letzten Herbst geschah, die Züge eines Staatsstreichs. Dazu möchte ich sagen: Guten Morgen! Wo waren Sie alle im Oktober 2019? Warum hat es so lange gedauert, die Fakten zu melden oder zumindest aufzulisten, die schon damals offensichtlich waren?

Ich möchte die Aufmerksamkeit auf die Tatsache lenken, dass es sich wahrscheinlich in dem Sinne um eine positive Dynamik handelt,

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