Putin im O-Ton über die Entwicklung der russischen Wirtschaft und über Chodorkowski | Anti-Spiegel

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12-03-20 02:52:00,

Putin hat sich in einem Interview über die wirtschaftliche Entwicklung Russlands und auch über den ehemaligen Oligarchen Chodorkowski geäußert.

Putin hat der TASS aus Anlass des 20. Jahrestages seines ersten Wahlsieges als Präsident ein langes Interview gegeben, das 20 Tage lang Stück für Stück veröffentlicht wurde. Putins Aussagen zur Ukraine aus dem Interview habe ich vor einigen Tagen schon übersetzt.

Leider fällt der Reporter der TASS Putin so oft ins Wort, dass das Interview nur schwer schriftlich darstellbar ist und Putin kaum Gelegenheit hat, ausführliche Gedanken zu äußern. Daher habe ich von dem Interview nur sehr wenig übersetzt. Aber diesen Teil über die russische Wirtschaft und auch über Chodorkowski fand ich so interessant, dass ich diesen Teil übersetzt habe.

Beginn der Übersetzung:

Vandenko: Die Wirtschaft könnte dem Land helfen.

Wladimir Putin: Was meinen Sie?

Vandenko: Nun, wenn sie sich aktiv am Leben des Landes beteiligt. Wenn es Investitionen gibt, dann wird die Wirtschaft dementsprechend wachsen.

Wladimir Putin: Ich könnte jetzt der Wirtschaft an allem die Schuld geben und sagen, dass sie sich unverantwortlich verhält. Aber so ist es nicht. Insgesamt hat sich die russische Wirtschaft in den letzten zehn Jahren dramatisch verändert. Das bedeutet, dass der Staat die Bedingungen für Investitionen schaffen muss. Das ist mal ganz sicher. Wir müssen bessere Bedingungen für die Regulierung der Inflation schaffen. Nun, hier tun wir auch einiges, schließlich haben wir im Ranking der Weltbank „Doing Business“ soweit ich weiß bereits 28. Platz erreicht, wir sind weit vorgerückt. (Anm. d. Übers.: Vor Putins Amtsantritt stand Russland auf Platz 123 der Liste) Das zeigt, dass sich die Anstrengungen des Staates auszahlen und ein positives Ergebnis bringen. Die Zahl der Investitionen nimmt zu. In den frühen 2000er Jahren lagen die Investitionen in Dollar bei einer Milliarde Dollar pro Jahr. Dann wurden es Dutzende Milliarden. Wir haben jetzt mehr als 540 Milliarden Direktinvestitionen.

Vandenko: Wissen Sie, es scheint, dass Sie Geschäftsleute per Definition als Gauner sehen.

Wladimir Putin: Nun, wissen Sie, dafür gibt es bestimmte Gründe. Ja, ich sage es zurückhaltend. Was sind die Gründe? Erstens haben alle so genannten kleinen Unternehmen in allen Nullerjahren nur Handel betrieben. Fast alle.

Vandenko: Aber nicht nur bei uns…

Wladimir Putin: Nein,

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