SYRIEN SEIT 9 JAHREN IN QUARANTÄNE!

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19-03-20 09:00:00,

Der Leiter des Franziskanerklosters Bab Thouma in Damaskus, Pater Elia Karakach, hat einen Brief, einen Hilferuf, geschrieben. „Ich schreibe Euch aus dem Gefängnis“ – so beginnt seine Beschreibung der Lage in Syrien. Wenn er den Begriff „Gefängnis“ benutzt, dann meint er das anders, als es die hiesigen Politiker und Medien mehrheitlich meinen würden. Die Gefängnislage ist vor allem durch uns bewirkt worden. Bernd Duschner von der Hilfsorganisation „Freundschaft mit Valjevo“ aus Pfaffenhofen hat den Brief übersetzt und eingeleitet. Er bittet um unsere Unterstützung. Albrecht Müller.

Bernd Duschner: Seit 9 Jahren sind umfassende Wirtschafts- und Finanzsanktionen gegen Syrien in Kraft. Mit ihnen verhindern USA, EU und Bundesregierung, dass SYRIEN und die syrischen Unternehmen auf dem Weltmarkt die Waren einkaufen können, die sie für die Versorgung ihrer Bürger benötigen. Massenarbeitslosigkeit, Verarmung und Verelendung von Millionen Menschen sind die unmittelbare Folge. In den syrischen Krankenhäusern fehlt es an notwendiger Ausrüstung und Medikamenten. Mit der Besetzung der Ölvorkommen in Syrien haben die USA zudem „sichergestellt“, dass es für die syrische Wirtschaft und Landwirtschaft keinen Treibstoff gibt und die Bevölkerung unter dem Mangel an Heizöl, Kochgas und Strom zu leiden hat.

Aktuell bittet unser Verein „Freundschaft mit Valjevo e.V.“ um Spenden für den Kauf von Notatmungsgeräten, Desinfektionsmitteln und Atemschutzmasken für das Italienische Krankenhaus in Damaskus auf unser Konto bei der Sparkasse Pfaffenhofen: Freundschaft mit Valjevo DE06 7215 1650 0008 0119 91.

Nachfolgend ein Brief zur diesjährigen Fastenzeit des Leiters (Guardian) des Franziskanerklosters Bab Thouma in Damaskus, Pater Elia Karakach:

Liebe Freunde,

ich schreibe Euch aus dem Gefängnis. Es kommt jetzt die Fastenzeit. Sie führt uns über den Weg der Buße zur Besserung. Es ist dies eine Zeit, in der wir aufgefordert sind, uns an der Seite derer zu stellen, die zu leiden haben, der Ausgegrenzten, mit denen sich der Herr Jesus identifiziert hat. Ausdrücklich werden die Inhaftierten im Gleichnis vom Endgericht in Mt 25, 31-46 genannt: „Ich war im Kerker und ihr seid gekommen, um mich aufzufinden.“

Ich bin hier im Gefängnis nicht allein, sondern teile die Haft mit allen meinen Landsleuten. Seit 2011 leben wir Syrer in der Tat in einem großen Gefängnis, in das uns die Politik des Westens gezwungen hat. Es sind dies die Länder, die für sich den Anspruch erheben,

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