Massive Zweifel

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23-03-20 12:00:00,

Die Bundesregierung hat am Sonntag gemeinsam mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer über die weiteren Maßnahmen in der Corona-Krise beraten. Unterdessen haben sich die Menschen zuvor bereits darauf eingestellt, dass die in einigen Ländern wie Bayern bereits durchgesetzte Ausgangssperre auch bundesweit kommt. Nun wird gemeldet: „Zur Eindämmung der Corona-Krise sollen Ansammlungen von mehr als zwei Personen grundsätzlich in ganz Deutschland verboten werden.“ Das bedeutet weitere Einschnitte in das gesellschaftliche Leben und das Leben jedes Einzelnen.

Diese Maßnahmen werden unter anderem mit der Situation in Italien begründet, wo die Zahl der Toten im Zusammenhang mit Covid-19 zunimmt und inzwischen die Chinas übersteigt. Dabei wird nicht nach den genauen Ursachen dieser Fälle und der Zahlen geschaut. Es werden auch nicht die Umstände und die konkrete Situation in Norditalien analysiert. Laut der international renommierten Virologin Karin Mölling lässt sich die Situation in Norditalien wie auch die in China nicht mit der in Deutschland vergleichen.

Und doch wird genau damit begründet, warum die Bundes- und Landespolitiker Maßnahmen beschließen, die in des Leben der Bundesbürger als Individuen und soziale Wesen massiv eingreifen. Dabei wird auch nicht gefragt, was denn die Ausgangssperren in Italien und Spanien sowie anderswo bringen. Deren bisher nicht vorhande Erfolge werden dann damit begründet, dass die Maßnahmen bisher nicht scharf genug waren. Dafür werden dann gern auch chinesische Mediziner zitiert, nach deren Meinung in Norditalien nicht hart genug durchgegriffen wird.

Selbst Frank Ulrich Montgomery, Präsident des Weltärztebundes, hatte in einem Interview mit der „Rheinischen Post“ auf die Unterschiede hingewiesen:

„Während in Italien für 60 Millionen Menschen 5.000 Intensivbetten vorhanden sind, verfügen wir bei 82 Millionen Menschen über 28.000 Intensivbetten. In Deutschland sterben bislang etwa 0,2 bis 0,3 Prozent der Erkrankten, während es in Italien rund sieben Prozent sind. Dieser Unterschied ist Ausdruck der Qualität unseres Gesundheitswesens.“

Hierzulande werden im Zuge der Corona-Krise Stück für Stück nicht nur Grundrechte eingeschränkt, sondern auch Widerspruch und Zweifel, Grundelemente einer Demokratie, als Verrat in Zeiten des nationalen Notstandes diffamiert. Dabei wird auch zum bewährten Etikett „Verschwörungstheoretiker“ gegriffen, mit dem kritische Stimmen mundtot und gesellschaftlich verächtlich gemacht werden sollen. An dieser Stimmungs- und Meinungsmache sind die meisten bundesdeutschen Medien und Journalisten aktiv beteiligt – ganz freiwillig.

Experten haben laut „Frankfurter Allgemeiner Zeitung“ (FAZ) schon gefordert, die Regierenden sollten noch schärfere Massnahmen verordnen.

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