Das russische Fernsehen über die politische Woche in den USA: Coronakrise oder Coronadepression? | Anti-Spiegel

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23-03-20 11:43:00,

Auch an diesem Sonntag hat das russische Fernsehen in der Sendung „Nachrichten der Woche“ den unvermeidlichen Blick über den großen Teich geworfen und über die politischen Spielchen in den USA berichtet. Und ich habe den Bericht des russischen Fernsehens darüber – wie immer – übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Es ist verdächtig, dass Präsident Trump das Coronavirus allzu obsessiv als „chinesisch“ bezeichnet. So will er auf der einen Seite China beleidigen und auf der anderen Seite verbirgt er wahrscheinlich etwas. Jedenfalls ist seine Besessenheit in den Staaten aufgefallen, obwohl es dort viele andere Themen gibt.

New York ist das Zentrum der Coronavirus-Epidemie in den Vereinigten Staaten. Fast 8.000 bestätigte Fälle. Auf dem normalerweise überfüllten Times Square sind kaum Touristen. Heute Abend ist er völlig leer. Der Gouverneur des Staates hat die größte Stadt Amerikas de facto unter Quarantäne gestellt. Ab 20 Uhr am 22. März darf man das Haus nur mit gutem Grund verlassen. Die Ladenbesitzer bereiten sich auf das Schlimmste vor und verbarrikadieren ihre Schaufenster.

Nur Lebensmittelgeschäfte, Apotheken und Restaurants, die Lebensmittel liefern oder zum Mitnehmen zubereiten, wie Filip Bozzo‘, dürfen noch arbeiten. In der aktuellen Situation dürfte ihm nicht einmal helfen, dass er den New Yorker Bürgermeisters kennt, wie das Foto zeigt.

„Es ist sehr schwer für die Leute, die für uns arbeiten. Wir versuchen, sie normal zu bezahlen, aber die Menschen leben von Gehaltsscheck zu Gehaltsscheck und da sich diese Krankheit ausbreitet, haben alle Angst, was als nächstes passieren wird“, sagte Gastronom Bozzo.

Anrufe gibt es in Anthony Marmos Büro in letzter Zeit immer weniger. Als Arbeitsvermittler lebt er nur noch von der Nachfrage nach Krankenschwestern. Bei allen anderen Berufen ist nichts mehr. 2.250.000 Amerikaner wurden laut Goldman Sachs in der vergangenen Woche arbeitslos. Und das ist erst der Anfang.

„Vielleicht wird es etwa 30-40 Prozent Arbeitslosigkeit geben, was verheerend für die Wirtschaft sein würde. Wenn sich die Situation mit dem Virus verschlimmert, wird die Wirtschaft ihre Aktivitäten einschränken müssen und daher wird die Arbeitslosigkeit noch höher werden“, ist sich Marmo sicher.

Den Vorgängen wurde bereits der Namen „Coronacrisis“ gegeben. Dass eine Rezession bevorsteht, sagte Forscher Gerald Celente schon seit drei Jahren. Jüngsten Daten zufolge befindet sich ein Drittel der Weltwirtschaft bereits in einer Krise. Ihr Wachstum wird am Ende des Jahres bestenfalls unter 0,5 Prozent liegen.

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