Neuer Tiefpunkt im Spiegel: Ein “Experte” schlägt im Interview die Werbetrommel für Zensur | Anti-Spiegel

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06-04-20 09:23:00,

Im Spiegel ist ein Interview veröffentlicht worden, in dem offen für Zensur geworben wird. Die Gefahr, das Coronavirus für derartige Zwecke zu missbraucht wird, ist groß. Umso wichtiger ist es, derartige Interviews genau zu analysieren.

Wie immer, wenn ich mir Interviews, Gastkommentare oder Studien anschaue, nehme ich zuerst den Protagonisten unter die Lupe. Der Spiegel hat Peter Pomerantsev interviewt. Pomerantsev ist mit seinen Eltern aus der Ukraine (damals noch Sowjetunion) zunächst nach Wien und dann nach London ausgewandert. In den Nullerjahren hat er in Moskau gelebt. Er ist eingefleischter Transatlantiker und Russland-, bzw. Putin-Kritiker. Heute schreibt er als Journalist unter anderem für die zehnmal pro Jahr erscheinende Zeitung „The Atlantic“, die sich vor allem mit den Themen Politik und Außenpolitik beschäftigt. Sie gehört seit 2017 der Witwe von Steve Jobs.

Für das Center for European Policy Analysis (CEPA) hat er 2016 an einem Arbeitspapier zu Gegenstrategien der Russischen Propaganda in Mittel- und Osteuropa mitgearbeitet, das auch von dem Fond Legatum veröffentlicht wurde, bei dem er Senior Fellow war.

Das Center for European Policy Analysis ist eine US-Denkfabrik, die unter anderem aus dem US-Staatshaushalt finanziert wird, Legatum ist ein Investmentfond, der sich auch politisch engagiert, um seine Investments in Emerging Markets zu unterstützen. Außerdem hat Pomerantsev Verbindungen zu dem dubiosen Strippenzieher Bill Browder, zu dem Sie hier weitere Informationen finden.

Pomerantsev ist also ein transatlantischer Journalist, der in engem Kontakt mit explizit anti-russischen Kräften steht. Das kann man gut oder schlecht finden, man muss aber wissen, wenn man seine Interviews liest.

Unter der Überschrift „Fake-News-Forscher Pomerantsev – „Die Coronakrise ist auch eine Desinformationskrise““ hat der Spiegel das Interview mit Pomerantsev veröffentlicht. Schon die Einleitung weist darauf hin, was Pomerantsev will:

„Um Propaganda und Falschinformationen zu bekämpfen, müssen die Demokratien des Westens die gesamte Kommunikation im Internet regulieren, meint der britische Autor Peter Pomerantsev.“

Harter Tobak, denn Regulierung der „gesamten Kommunikation im Internet“ bedeutet nichts anderes, als Zensur. Nur dass das hässliche Wort wohlweislich vermieden wird.

Über das Coronavirus und seine Wirkung in sozialen Medien sagt Pomerantsev:

„Corona ist die ultimative leere Bedeutung, eine gesichtslose Furcht, die jeder Meinungskrieger zu seinem eigenen Vorteil zu nutzen versucht. Extremisten nutzen sie,

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