Ja, wer hätte das gedacht! Es gibt Risiken und Nebenwirkungen des Lockdown! Zum Beispiel ein 316-Milliarden-Loch bei den Steuereinnahmen …

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15-05-20 05:16:00,

und unendlich viele „Löcher“ bei Menschen und ihren Beziehungen; es gibt Gewalt, vermutlich auch Totschlag in vom Lockdown gebeutelten Familien; es gibt Existenznöte bei Arbeitern und Angestellten, bei Künstlern, Handwerkern, Gewerbetreibenden; es gibt Tote, weil Menschen mit anderen Krankheiten nicht mehr zum Arzt gegangen sind oder ihre Behandlung verschoben wurde. Bei Anfeindungen, die die NachDenkSeiten auch von Seiten bisheriger Sympathisanten treffen, fällt immer wieder auf, dass diese Kritiker vorwiegend die beträchtlichen Gefahren des Virus sehen und nicht die verheerenden Wirkungen des Lockdown. Alleine die Löcher im Staatshaushalt und die daraus folgenden Streichorgien werden gerade im Sozialbereich bei Geringverdienern verheerende Folgen haben. Albrecht Müller.

Das wird auch deshalb so sein, weil die neoliberal geprägten politischen Kräfte mit der Bundeskanzlerin an der Spitze politisch gestärkt aus dieser Krise hervorgehen werden. Sie sind auch deshalb gestärkt, weil gerade auch sogenannte Linke unter jenen sind, die die Risiken und Nebenwirkungen übersehen haben und den Lockdown in jeder Form, auch in der übertriebenen Form, unterstützt und verteidigt haben. Zu glauben, dass man dann hinterher mit geschwächtem eigenen „Bizeps“ und gestärkter Macht der Regierenden für eine soziale Gestaltung des Nachher sorgen kann, ist eine Illusion.

Übrigens: Bei unserem Nachbarn Österreich wird offen darüber berichtet, welches auf Seiten der Regierenden das Motiv für den harten Lockdown und damit für den Mangel an Verhältnismäßigkeit des Regierungshandelns und die gravierenden Folgeschäden sein könnte: Leichter regieren, wenn die Bürgerinnen und Bürger in Angst versetzt sind. Davon unten mehr.

Die NachDenkSeiten haben immer wieder auf die Nebenwirkungen aufmerksam gemacht. Viele Leserinnen und Leser haben das für richtig gehalten, manche Kritiker nicht:

In diesem Text vom 26. März zum Beispiel werden die möglichen Folgen angesprochen:

Wir haben bisher versucht, verschiedene Seiten und Aspekte der Pandemie und der getroffenen politischen Entscheidungen zu beschreiben und zu kommentieren: Wir blicken voller Sorge nach Italien, nach Spanien und ins Elsass. Viele NachDenkSeiten- Leser schätzen die Information über verschiedene Seiten des Geschehens, andere reagieren anders, teilweise hart. Ein Linker aus München beklagt sich, weil wir uns zu wenig an Wodarg etc. orientieren. Ein Linker aus Berlin beklagt sich darüber, dass wir die fatale Situation in Italien zu wenig ernst und Wodarg zu ernst nähmen. Warum man in dieser Situation quasi mit dem Messer aufeinander losgehen muss, verstehe ich nicht.

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