Wer oft negativ denkt, trainiert sein Gehirn zum Unglücklichsein (mit Videos)

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17-05-20 09:57:00,

Es gibt einen einfachen Grund, warum wir immer wieder unangenehme Situationen erleben. Durch ständiges negatives Denken trainieren wir unser Gehirn dazu, die Welt als negativ und schwierig zu sehen, auf diese Weise erschaffen wir diese unangenehme Situationen oft unbewusst selbst.

Das Gehirn ist ein äußerst flexibles Organ, das darauf ausgelegt ist, sich an die Bedürfnisse seines “Eigentümers” in dessen Lebensumfeld anzupassen. Hierbei stammt natürlich noch einiges aus früheren Zeiten: Lebte ein Mensch bspw. im Gebirge und waren äußerst feinfühlige Bewegungsabläufe notwendig, vergrößerte und verdichtete sein Gehirn die Areale, in denen die Bewegung gesteuert wird. Lebte er im Dschungel und war eine besonders feine Seh- und Hörwahrnehmung erforderlich, verbesserte sein Gehirn diese.

Ebenso verhält es sich mit allen Dingen, die man “übt” und “mental sammelt” (das Spielen von Musikinstrumenten, handwerkliche Fertigkeiten, Fachwissen) – was stark genutzt und benötigt wird, erhält auch mehr Speicherplatz und Dichte im Gehirn. Somit ist es nur logisch, dass sich auch bestimmte Denkprozesse auf diese Weise “ausbreiten”. Denkt man oft negativ / pessimistisch, “erlernt” das Gehirn, dies “besonders gut zu können”, was in einen Teufelskreis führen kann.

Hier siehst Du was in Deinem Gehirn geschieht wenn ein neuer Gedanke entsteht:

Positive und negative Ereignisse verändern die Strukturen im Gehirn

Rick Hanson, ein amerikanischer Neurowissenschaftler, beschreibt es so: In unserem Alltag passieren unterschiedliche Dinge und jedes Ereignis hinterlässt seine Spuren bei uns. Das bedeutet, es hinterlässt neue Strukturen in unserem Kopf. Durch die Ereignisse feuern die Neuronen in unserem Gehirn und durch das Feuern wachsen sie zusammen. Je öfter die Neuronen miteinander feuern, desto stärker werden diese Verbindungen. Man kann sich das so vorstellen, dass aus einem Trampelpfad durch mehrmaliges begehen (Denken der gleichen Gedanken) mit der Zeit eine Autobahn wird, auf der die Gedankenautos immer schneller rasen.

Wer also immer wieder negativ denkt, dessen Gedankenautos rasen automatisch über die schon viel genutzte Autobahn (Reiz – Reaktion!). Somit verändert ständiges negatives Denken unsere Gehirnstruktur. Pessimisten erzeugen damit eine Negativspirale, die dafür sorgt, dass man die Welt und das Umfeld als schwierig erlebt. “Das Gehirn ist erst mal ein Organ, und wie fast jedes Organ verändert es sich durch Aktivität”, so der Forscher Prof. Esc: “Wenn Sie oft negativ denken, dann werden Sie Situationen eher angstbesetzt erleben. Oder Sie werden mit einem Filter durch die Welt gehen und tendenziell negative Inhalte wahrnehmen”.

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