Die Techno-Dystopie

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23-05-20 08:03:00,

von Whitney Webb

Im Januar, lange bevor die Corona-(COVID-19)-Krise zu Lockdowns, Quarantänen und ökonomischer Verwüstung in den USA und andernorts führte, arbeiteten die Gemeinschaft der US-Nachrichtendienste und das Pentagon mit dem Nationalen Sicherheitsrat an noch immer unter Verschluss gehaltenen Plänen für die Reaktion auf eine drohende Pandemie. Seither wird unterstellt, dass die Nachrichtendienste und die militärische Aufklärung bereits im letzten November und möglicherweise sogar vorher von einer wahrscheinlichen Pandemie in den Vereinigten Staaten wussten.

Angesichts dieses Vorwissens und der zahlreichen Simulationen, die im letzten Jahr in den Vereinigten Staaten stattfanden und in denen es um globale Ausbrüche von Viruspandemien ging, mindestens sechs von unterschiedlichem Umfang und unterschiedlicher Größe, ist oft gefragt worden: Warum hat die Regierung nicht gehandelt oder sich vorbereitet, wenn eine bevorstehende globale Pandemie und die Defizite jeder Reaktion auf solch ein Ereignis bekannt waren? Wenngleich diese Frage in Kreisen des medialen Mainstreams oft als bloße „Inkompetenz“ beantwortet und abgetan worden ist, lohnt es sich doch, die Möglichkeit, dass man die Entwicklung einer Krise zugelassen hat, zu erwägen.

Warum sollte die Nachrichtendienstgemeinschaft oder irgendeine andere Gruppierung innerhalb der US-Regierung wissentlich zulassen, dass sich eine Krise wie diese ereignet?

Die Antwort liegt auf der Hand, wenn man einen Blick in die Geschichte wirft, in der Krisenzeiten oft von der US-Regierung benutzt wurden, um eine Politik umzusetzen, die unter normalen Bedingungen von der amerikanischen Öffentlichkeit abgelehnt würde; Das reicht von Zensur der Presse bis hin zu Netzwerken der Massenüberwachung. Obgleich die Reaktionen der Regierung auf die Anschläge vom 11. September wie etwa der Patriot Act für die meisten Amerikaner das greifbarste Beispiel sein mögen, reichen die regierungsseitigen Bemühungen, den Fluss „gefährlichen“ Journalismus‘ zu begrenzen und die Bevölkerung zu überwachen bis zum Ersten Weltkrieg zurück.

Viele dieser politischen Maßnahmen, sei es der Patriot Act nach dem 11. September oder seien es die zivilen „Spionage“-Netzwerke aus der Zeit des Ersten Weltkriegs, haben wenig bis gar nichts dazu beigetragen, das eigene Heimatland zu verteidigen, führten aber zu erhöhter Überwachung und Kontrolle, die noch lange fortbestanden, nachdem die Krise, die sie beflügelt hatte, schon beendet war.

Wenn man diese Geschichte als Linse verwendet, ist es möglich, die gegenwärtige Coronakrise zu betrachten und zu sehen, wie die langfristigen Agenden einer kontinuierlichen Ausweitung der Massenüberwachung und der Zensur der Medien dank des Chaos‘,

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