Auch Billionen werden die schlimmste Rezession des Jahrhunderts nicht verhindern

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15-06-20 09:04:00,

Bild: Elliot Alderson/Pixabay License

  1. Auch Billionen werden die schlimmste Rezession des Jahrhunderts nicht verhindern

  2. Der “Wiederaufbau”-Plan der EU: Notmaßnahmen mutieren zum Normalzustand?


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Der Streit um den “Wiederaufbaufonds” der EU geht in die nächste Runde, vor dem Gipfel der Staats- und Regierungschefs bestehen weiter “große Meinungsverschiedenheiten”

Inzwischen hat sich bis zur Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) herumgesprochen, dass ihre bisherigen Prognosen schon zum Zeitpunkt der Veröffentlichung mehr als überholt waren. Im März hatte die Organisation, in der 36 Industriestaaten zusammengeschlossen sind, zwar schon vom “größten Wirtschaftsrisiko seit der Finanzkrise” gesprochen, aber nicht einmal im Entferntesten die Schlüsse aus der sich abzeichnenden Katastrophe gezogen. Im schlimmsten Szenario wurde vor drei Monaten davon fabuliert, dass sich das “Wachstum” der Weltwirtschaft auf 1,5% verringern könnte.

Nun stellte die OECD deutliche realistischere Einschätzungen vor, in dem das Wort “Wachstum” in diesem Jahr nicht mehr vorkommt und optimistisch in das nächste Jahr verbannt wurde. Die OECD-Chefvolkswirtin spricht nun von der “schwersten Gesundheits- und Wirtschaftskrise seit dem Zweiten Weltkrieg”. Laurence Boone warnt Bürger, Unternehmen und Staaten vor der “schlimmsten Rezession in den letzten 100 Jahren außerhalb von Kriegszeiten”.

In ihrem positiven Szenario für die Entwicklung der Weltwirtschaft stellt die Organisation als Bedingungen, dass eine zweite Infektionswelle mit dem Coronavirus verhindert werden könne:

Kann eine zweite Infektionswelle verhindert werden, so dürfte die globale Wirtschaftsleistung um sechs Prozent in 2020 schrumpfen.

Laurence Boone, OECD-Chefvolkswirtin

Etwas anders sähe das aus, wenn es zu einer erneuten Infektionswelle und in diesem Rahmen zu einem weiteren “Lockdown” kommt. Dann soll die globale Wirtschaftsleistung (BIP) “unseren Berechnungen zufolge 2020 um 7,6 Prozent einbrechen”. Allerdings ist der Umgang mit dem Begriff “Lockdown” sehr ungenau, da es den real in vielen Ländern nie gab.

Zeitlich eng begrenzt gab es ihn nur in Italien, Spanien und Frankreich. In vielen Ländern gab es zwar zum Teil auch massive Einschränkungen, aber von einem Lockdown kann tatsächlich nur gesprochen werden, wenn die Aktivität auf die Grundversorgung reduziert wird, wie zum Beispiel –

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