Die Dekadenz unserer neoliberalen Demokratur – Tagesdosis 19.6.2020 | KenFM.de

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19-06-20 02:42:00,

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Ein Kommentar von Rainer Rupp.

In unserer neo-liberal verfassten Gesellschaft gibt es zur herrschenden Wahrheit keine Alternative. Aber die offiziellen Lügen stehen in immer krasserem Widerspruch zu der von den Menschen zu beobachtenden Realität. Deshalb vertraut in manchen EU-Ländern inzwischen die Mehrzahl der Bevölkerung nicht mehr ihren Regierungen und Medien. Diese versuchen im Gegenzug ihre Kritiker als Spinner oder Verschwörungstheoretiker zu diffamieren und auszugrenzen. Aber damit wird das Problem der Herrschenden nicht gelöst.

Unsere sogenannte liberale weltliche Ordnung wird nicht erst seit der Corona-Krise in ihren Grundfesten erschüttert. Spätestens seit der ersten großen Finanz- und Wirtschaftskrise 2008 verfolgen die elitären Globalisierungsgewinner in Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Medien mit ansteigender Panik, wie ihnen die Felle davon schwimmen. Zunehmend verlieren sie nämlich das kostbarste Gut, mit dem sie ihre Herrschaft bisher legitimieren und festigen konnten, das Vertrauen der Bevölkerung und den Glauben der Leute, dass die gewählten Politiker für das Wohl des Volkes arbeiten. Heute blicken immer mehr Menschen hinter die bröckelnde Fassade der bürgerlichen Demokratie, die ihnen sozialen Ausgleich, Chancengleichheit, Gerechtigkeit und Suche nach Frieden lediglich vorgaukelt. Und das erschüttert das Staatsgefüge.

Vor allem ist es die sich ausbreitende Dekadenz der korrupten, politischen Eliten, die sich mit ihrem penetranten Dünkel längst unangreifbar über Gesetz und Moral wähnen, die für viele Menschen immer unerträglicher wird.

Diese Fäulnis springt vor allem beim politischen Spitzenpersonal der Regierung in Berlin ins Auge. Als Musterbeispiele dafür bieten sich die hinreichend bekannten Herren Andreas Scheuer, Minister für Verkehr und Jens Spahn Minister für Gesundheit an.

In einer noch funktionierenden Demokratie wären diese Leute – und mit ihnen viele andere mehr – längst nicht mehr in Amt und Würden. Wenn noch ein bisschen Anstand vorhanden wäre, wären sie schon lange von sich aus zurückgetreten, um der Entlassung durch den Regierungschef zuvorzukommen. Aber die ganze politische Kaste in Berlin ist so versaut, dass die Kanzlerin mit diesen beiden Witzfiguren weiter regieren kann, ohne dass ein Aufschrei der Empörung durchs Land geht. Und die selbsternannten Qualitätsmedien, die sich wegen ihrer angeblichen Funktion als öffentliches Kontrollorgan der Politik und Regierung gerne als Vierte Gewalt aufplustern,

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