Die Opfer der Angst

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23-06-20 10:23:00,

Schon relativ früh, am 20. März 2020, stellte Dr. David L. Katz, Präsident der True Health Initiative, die Frage (1): Ist unser Kampf gegen das Coronavirus schlimmer als die Krankheit?

Möglicherweise gibt es gezieltere Möglichkeiten, um die Pandemie zu bekämpfen. Was ist mit den ganzen Kollateralschäden, die wir in Kauf nehmen?

Der Stanford-Professor Dr. Scott Atlas erklärt in einem Interview mit CNN, dass man durch die falsche Idee, COVID-19 stoppen zu müssen, eine katastrophale Situation im Gesundheitsbereich geschaffen habe (2). Es seien irrationale Ängste erzeugt worden, denn die Erkrankung sei insgesamt mild. Deshalb gebe es auch absolut keinen Grund für umfangreiche Testungen in der Allgemeinbevölkerung, diese seien nur gezielt in Krankenhäusern und Pflegeheimen erforderlich. Professor Atlas verfasste Ende April einen Artikel mit dem Titel „Die Daten sind da — Stoppt die Panik und beendet die totale Isolation“, der für Aufsehen sorgte (3).

Auch in Deutschland äußert sich immerhin einer sehr klar. Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble konstatierte, man darf dem Schutz von Leben nicht alles unterordnen (4).

„Wenn es überhaupt einen absoluten Wert in unserem Grundgesetz gibt, dann ist das die Würde des Menschen. Die ist unantastbar. Aber sie schließt nicht aus, dass wir sterben müssen.“

Sofort nehmen die Medien diese Aussage zum Anlass, um eine Diskussion übers Knie zu brechen: „Menschenleben versus Menschenwürde — darf man das abwägen“ (5)? Viele haben immer noch nicht verstanden, dass wir beides geopfert haben.

Befürworter der sinnlosen Maßnahmen argumentierten gerne wie folgt: Jeder ältere Mensch hat das Recht, so alt wie möglich zu werden, und selbst wenn das Virus nur der Tropfen war, der das Fass zum Überlaufen brachte, war es doch schuld. Ohne das Virus hätte der Mensch vielleicht noch ein paar Monate oder Jahre länger gelebt. Es sei mehr als verwerflich, den alten Menschen in unserer Gesellschaft dieses zu verwehren. Die Wirtschaft kann sich wieder erholen, aber Tote kann man nicht wieder ins Leben bringen. Kaum ein Politiker, der nicht gebetsmühlenartig dieses Credo verkündet: Bei allen wirtschaftlichen Einbußen muss der Gesundheitsschutz der Bürger Vorrang haben.

Das mag grundsätzlich richtig klingen, ist aber trotzdem gleichzeitig ein Zeugnis von einem komplett fehlenden Verständnis der übergeordneten Zusammenhänge. Weil sie so wichtig sind, werden folgende Fakten wiederholt. Im Verlaufe der gesamten Epidemie sind maximal 8 von 10.000 Ü80-Jährigen mit oder an dem Virus verstorben.

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