Wie die tagesschau den Internationalen Tag gegen Folter für Propaganda missbraucht | Anti-Spiegel

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26-06-20 07:43:00,

Heute, am 26, Juni, ist der Internationale Tag gegen Folter. Die „Qualitätsmedien“ berichten darüber kaum. Und wenn doch, dann entlarven sie sich dabei als Propagandisten, wie der Beitrag der tagesschau zeigt.

Am Internationalen Tag gegen Folter sollte man Folter-Opfern gedenken und gegen Folter protestieren. Der Tag ist zwar nicht allzu bekannt, weshalb große Demonstrationen natürlich nicht erwartet werden können (BLM scheint wichtiger zu sein, als Folter), aber wenn man schon darüber berichtet, sollte man auf Missstände hinweisen und den Finger in die Wunde legen. Zumindest sollten das diejenigen tun, die sich als „kritische Medien“ bezeichnen.

Um zu verstehen, worüber wir sprechen, sollten wir uns zunächst anschauen, was in der Antifolterkonvention der UNO, der alle westlichen Staaten beigetreten sind und die sie daher befolgen müssten, in Artikel 1 Absatz 1 als Folter definiert ist:

1. Im Sinne dieses Übereinkommens bezeichnet der Begriff „Folter“ jede Handlung, durch die einer Person vorsätzlich große körperliche oder seelische Schmerzen oder Leiden zugefügt werden, zum Beispiel um von ihr oder einem Dritten eine Aussage oder ein Geständnis zu erlangen, um sie für eine tatsächlich oder mutmaßlich von ihr oder einem Dritten begangene Tat zu bestrafen oder um sie oder einen Dritten einzuschüchtern oder zu nötigen, oder aus einem anderen, auf irgendeiner Art von Diskriminierung beruhenden Grund, wenn diese Schmerzen oder Leiden von einem Angehörigen des öffentlichen Dienstes oder einer anderen in amtlicher Eigenschaft handelnden Person, auf deren Veranlassung oder mit deren ausdrücklichem oder stillschweigendem Einverständnis verursacht werden. Der Ausdruck umfasst nicht Schmerzen oder Leiden, die sich lediglich aus gesetzlich zulässigen Sanktionen ergeben, dazu gehören oder damit verbunden sind

Folter im Westen

Folter ist – das hört man in den „Qualitätsmedien“ natürlich nicht – im Westen erstaunlich weit verbreitet. Wir alle kennen Guanatamo, wo die USA seit fast 20 Jahren Menschen ohne jedes Gerichtsurteil festhalten und foltern. Die USA haben sogar offen zugegeben, zu foltern. Das ist bekannt.

Auch Julian Assange wird – laut UNO und laut Ärzten – in Großbritannien gefoltert, sogar sein Leben ist bereits in Gefahr, und auch das ist bekannt.

Weniger bekannt ist, dass die UNO-Menschenrechtskommission in ihrem letzten Bericht über Folter vom 6. Dezember 2019 Burkina Faso, Zypern, Lettland, Niger, Portugal und Usbekistan in einem Atemzug genannt hat.

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