„Banken kalt erwischt“: Gold steigt rekordverdächtig – doch Geldhäuser fahren Verluste ein

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30-06-20 02:23:00,

Finanzmedien zufolge ziehen sich weltweit immer mehr Banken aus dem internationalen Goldhandel zurück. Der Grund liegt in den globalen Gold-Lieferketten, die durch den „Corona-Ausfall“ gestört sind. Banken haben millionenschwere Verluste zu beklagen. Überraschend dabei: Trotz dieser Entwicklung steigt der Goldpreis immer noch weiter.

„Gold ist am Dienstagmorgen gefragt und notiert (…) weiterhin in der Nähe seines am 24. Juni bei 1779,44 US-Dollar pro Unze erreichten knappen Achtjahreshochs.“ Das meldete das Trading-Portal „Godmode-Trader“ am Dienstag. Damit sei das Edelmetall aktuell auf bestem Wege, im zweiten Quartal 2020 den größten vierteljährlichen Anstieg seit vier Jahren verbuchen zu können.

„In der Corona-Krise haben sich einige Banken im Edelmetallhandel verzockt“, berichtete das „Handelsblatt“ vor wenigen Tagen. „Die Banken dürften vorsichtiger agieren. Das hat Auswirkungen auf die Dynamik der Goldpreise.“ Der globale Goldmarkt sei ein fragiles Gebilde mit klarer Aufgabenverteilung: „In London, auf dem wichtigstem Umschlagplatz für das Edelmetall, wird vornehmlich physisches Gold gehandelt. In New York wird der Handel mit Futures, also Lieferkontrakten, abgewickelt. Beide Märkte greifen ineinander – doch in der Corona-Krise ist die Verbindung kurzzeitig abgerissen.“

Britische Bank „HSBC“: 200 Millionen Euro Verlust im Gold-Handel

Die Konsequenzen dieser Entwicklung könnten sich demnach langfristig auf den Goldpreis auswirken. Die Banken wurden „von den Problemen in der Lieferkette kalt erwischt“ und mussten „hohe Preise zahlen, um ihr Gold nach New York zu schaffen“. Beispielsweise kostete eine Unze Gold zu einem bestimmten Liefertermin an der New Yorker Börse zeitweise rund 90 Dollar mehr als in London.

Diese untypische Handelsspanne bescherte großen internationalen Bankhäusern herbe Verluste. So erlitt die britische Bank „HSBC“ – in Deutschland als „HSBC Trinkhaus“ vertreten – im Mai einen Verlust von etwa 200 Millionen Euro im Goldhandel in London. Das drittgrößte Bankhaus Kanadas, die „Scotiabank“, kündigte demnach an, sich aufgrund der Marktverwerfungen endgültig vom Goldhandelsplatz in London zurückziehen zu wollen.

Über die Folgen dieser Banken-Entscheidungen für den Goldmarkt berichtete am Montag das Schweizer Online-Wirtschaftsmagazin „Finanzen.ch“. „Einige Banken haben in der jüngsten Vergangenheit durch die besonderen Entwicklungen am Markt herbe Verluste einstecken müssen und wollen nun vorsichtiger agieren.“

„Gestörte globale Gold-Lieferketten“ – Finanz-Medien

Die Corona-Krise führe zu Verwerfungen am Goldmarkt. Banken hätten dadurch heftige Verluste durch Goldgeschäfte zu verzeichnen und dies seien die Gründe dafür:

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AFP 2020 / RODRIGO BUENDIA

Durch die Corona-Krise sei es zu „Störungen in der Gold-Lieferkette“ gekommen.

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