Corona-Geberkonferenz – eine skurrile Veranstaltung, die mehr Fragen als Antworten liefert

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30-06-20 06:54:00,

Noch nicht einmal auf die Zahlen ist Verlass. Etwas mehr als 15 Milliarden Euro sind wohl bei den zwei EU-Geberkonferenzen zusammengekommen. Genau weiß man das nicht, aber das ist auch zweitrangig, geht es doch zum größten Teil ohnehin um vage Zusagen, Garantien und Mittel, die ohnehin bereits zur Verfügung standen. Es soll – so melden es zumindest die großen Medien – um die Entwicklung eines Impfstoffs gegen Corona gehen. Bei den „Spendensammler“ selbst, hört sich das anders an. Sonntagsreden über eine gerechte Verteilung und einen Zugang für alle haben Konjunktur. Das ist alles skurril. Schließlich gibt es noch keinen Impfstoff, die Spitzenforschung findet vor allem in den USA und China statt und durch die Zeitnot werden einmal mehr Sicherheitsbedenken und Ethik ignoriert. Offenbar hat man aus der chaotischen Impfkampagne gegen die Schweinegrippe nichts gelernt. Von Jens Berger mit einem älteren Artikel zur „Schweinegrippeimpfung“ im Anhang.

Viel Geld mit vager Herkunft und vagem Verwendungszweck

6,15 Milliarden Euro – diese durchaus stolze Summe stand am Ende des von EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen initiierten und am Samstag mit großem Tamtam und internationalen Celebrities als „Geberkonferenz“ durchgeführten Spendenmarathons. Ganze 4,9 Milliarden Euro kamen von der EU, weitere 383 Millionen versprach Bundeskanzlerin Merkel. „”Ich bin der festen Überzeugung: Impfstoffe, Tests und Medikamente müssen weltweit verfügbar, bezahlbar und zugänglich sein”, so Merkel in ihrer Videobotschaft. Das klingt ja ganz nett, hat aber weder etwas mit dem Spendenmarathon, noch mit der vorangegangenen Geberkonferenz der EU zu tun. Ganze 4,9 der 6,15 Milliarden Euro des Spendenmarathons sind beispielsweise Wirtschaftsbeihilfen für „die ärmsten Länder der Welt“ und haben mit Corona nur am Rande zu tun. Das kommunikative Chaos ist gigantisch und auch die erste EU-Geberkonferenz vom 4. Mai, auf der angeblich 7,4 Milliarden Euro mobilisiert wurden, die später von anderen Akteuren auf 9,8 Milliarden Euro aufgestockt wurden, wirft mehr Fragen auf als sie Antworten liefert. Von einem angeblich global erschwinglichen Impfstoff ist die Welt jedenfalls meilenweit entfernt.

Wofür hat die EU eigentlich im Mai konkret 7,4 Milliarden Euro mobilisiert? Und hat sie das Geld überhaupt mobilisiert oder handelt es sich um vage Zusagen und Budget-Umschichtungen nach dem Motto rechte Tasche, linke Tasche? Angeblich ging es ja um die Erforschung eines Impfstoffs gegen das Sars-Cov-2-Virus. Doch selbst nach ausgiebiger Lektüre von rund 200 Seiten Dokumenten,

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