Geberkonferenz für Syrien: Wo gehen die Milliarden eigentlich hin? | Anti-Spiegel

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30-06-20 03:08:00,

Heute findet die internationale Geberkonferenz für Syrien statt. Allerdings soll schon der Name von dem ablenken, worum es geht, denn Syrien bekommt von dem Geld nichts.

Der Krieg in Syrien war nie ein Volksaufstand gegen Assad, er wurde von außen in das Land getragen. Und auch das ist nicht zufällig geschehen, es war generalstabsmäßig geplant. Die CIA hat das mit der „Operation Timber Sycamore“ getan, die Dokumente mussten in Washington veröffentlicht werden, diese Tatsache ist also unbestreitbar. Mit der Operation hat die CIA radikale Islamisten bewaffnet und unterstützt, die aus dem Irak in Syrien eingesickert sind. In Deutschland ist das weitgehend unbekannt, denn in den deutschen „Qualitätsmedien“ wurde über diese Operation nicht berichtet. Wer zum Beispiel im Archiv des Spiegel danach sucht, der findet exakt Null Treffer.

Syrien ist bekanntlich in dem von den USA entfesselten und vom Westen befeuerten Krieg zerstört worden, fast eine halbe Million Menschen sind getötet worden, Millionen sind geflohen. Trotzdem konnte sich Assad an der Macht halten und genießt immer noch breite Unterstützung in dem Land, nicht zuletzt auch deshalb, weil die Menschen vor Ort natürlich sehen, wer ihnen das alles antut. Es ist eben kein Bürgerkrieg, sondern es sind ausländische Extremisten und Söldner, die dort kämpfen.

Das Ziel der USA war und ist es, Assad zu stürzen. Das Leid der Menschen in Syrien ist ihnen dabei egal und so haben die USA gerade erst die Sanktionen erneut verschärft. Nun sind auch ausländische Firmen, die mit Syrien Handel treiben, von US-Sanktionen bedroht, was die Lage der Menschen im Land weiter verschlechtert. Auch eine Hungersnot ist nun nicht ausgeschlossen, wenn Nahrungsmittel-Lieferanten aus Angst vor US-Sanktionen die Lieferungen nach Syrien einstellen.

Die Logik der Sanktionen

Den Krieg in Syrien hat es also nur gegeben, weil die USA ihn mit Milliarden Dollar angefacht haben. Heute ist das Land — auch Dank russischer und iranischer Hilfe — zum Großteil wieder unter der Kontrolle der syrischen Regierung und das Land ist größtenteils befriedet. Die Not der Menschen könnte also gelindert werden, denn es ist möglich, den Menschen dort gefahrlos sowohl humanitäre Hilfe, als auch Wiederaufbauhilfen zukommen zu lassen.

Daran aber hat der Westen kein Interesse. Die zynische Logik dahinter ist, wie bei allen westlichen Sanktionen, dass man hofft, dass die leidende Bevölkerung die vom Westen ungeliebte Regierung stürzt.

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