Bill Gates finanziert Brave-new-World-Wissenschaft: künstliche Muttermilch

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01-07-20 01:03:00,

Auf einen Blick

  1. Das jüngste von Bill Gates unterstützte Unternehmen, das auf sich aufmerksam macht, ist das Biotech-Start-up namens Biomilq, das gerade 3,5 Millionen Dollar für die Entwicklung von Muttermilch aus Laborkulturen gesammelt hat.
  2. Die zunehmend aggressive Vermarktung von Muttermilchersatzprodukten ist besorgniserregend. Weltweit wächst der Umsatz von Säuglingsnahrung rapide an, von 45 Milliarden Dollar im Jahr 2008 auf einen Wert von fast 104 Milliarden Dollar bis 2026. Dieses Marktwachstum erfolgt auf Kosten des Stillens – trotz WHO-Kodex.
  3. Es ist reinste Hybris, zu glauben, Mutter Natur auch hier ins Handwerk pfuschen zu können. Denn nichts kann unsere einzigartige Muttermilch und den Vorgang des Stillens ersetzen – auch wenn uns das die Marketingstrategen Glauben machen wollen.

An der Spitze der produktiven Runde zur Beschaffung von Risikokapital stand Breakthrough Energy Ventures1, ein Fonds, der 2015 von Gates und einem Zusammenschluss privater Investoren gegründet wurde, um »Energieinnovationen voranzutreiben«. Zu den Mitinvestoren2 gehören unter anderen Jeff Bezos, Michael Bloomberg, Richard Branson, George Soros und Mark Zuckerberg.

Machen Kapitalismus und Forschrittsglauben in ihrer Hybris vor nichts halt? Stillen ist ein Menschenrecht, Säuglingsnahrung dagegen eine Industrie, die eigene Interessen verfolgt.
©Romanova Anna – stock.adobe.com

Falls es nicht offensichtlich ist, warum eine angeblich auf den Klimawandel fokussierte Investmentgruppe, die hauptsächlich aus Männern besteht, an einem von Frauen geführten Biotech-Babynahrungsmittelhersteller interessiert sein sollte, haben die Medien dies in den Schlagzeilen vorbuchstabiert: Biomilq zufolge wird die künstliche, im Labor gezüchtete »Muttermilch« einen kleineren CO2-Fußabdruck3 hinterlassen als herkömmliche Säuglingsnahrung.

Unter Betonung der offensichtlich prosozialen Ziele des Start-ups sagte eine der Gründerinnen Journalisten gegenüber, das Unternehmen habe »potenziellen Investoren vom ersten Tag an klar gemacht, dass Rentabilität nicht das Kerninteresse ist«. Nachdem sie jedoch erklärt hatte, dass das Start-up »sehr sorgfältig darauf achte, von welchen Investmentfirmen es Geld annehme,4 indem es sich auf auftragsorientierte und nicht auf gewinnorientierte Investoren konzentriere«, gab sie zu, dass »jeder, der nur halbwegs etwas taugt, sehen kann, dass es hier einen potenziell sehr großen Markt gibt«.

»Schätzungen gehen davon aus, dass der Markt für Säuglingsnahrung bis 2026 weltweit einen Wert von fast 104 Milliarden Dollar haben wird, gegenüber 45 Milliarden Dollar im Jahr 2018.«

Ein »sehr großer Markt«

Biomilq ist nur die jüngste Wiederholung unternehmerischer Versuche, den perfekten Ernährungsplan der Natur zu untergraben.

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