Systemfrage: Der kurze Weg zum “Großen Neustart” | www.konjunktion.info

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02-07-20 11:09:00,

Der Weg - Bildquelle: pixabay / MarleneBitzer (Lizenz: CC0 Public Domain)

Der Weg – Bildquelle: pixabay / MarleneBitzer (Lizenz: CC0 Public Domain)

Die am 3. Juni vom Weltwirtschaftsforum (WEF) enthüllte “Agenda des Großen Neustarts (The Great Reset)” scheint oberflächlich betrachtet ein neu entwickeltes Konzept zu sein, das als direkte Reaktion auf Covid-19 geschaffen wurde. Wie sich herausstellt, wurden die ersten Sondierungen für einen solchen “Neustart” aber bereits 2014 vorgenommen.

Um die Bedeutung des Eingreifens des WEF richtig einordnen zu können, ist es wichtig, sich zunächst die Jahre bis 2020 anzuschauen und die Art und Weise herauszuarbeiten, wie die Internationalisten/Globalisten/Eliten (IGE) die Grundlagen für das gelegt haben, wo wir heute stehen.

Das Jahr 2014

Jedes Jahr im Januar veranstaltet das WEF sein jährliches Treffen in Davos, Schweiz. Im Jahr 2014 rief Christine Lagarde, die damals geschäftsführende Direktorin des IWF war, zu einem “Neustart (Reset)” der Geldpolitik, des regulatorischen Umfelds des Finanzsektors und zu Strukturreformen der Weltwirtschaft auf.

Lagarde bestand darauf, dass ein “Neustart in einer Art und Weise, in der die Wirtschaft weltweit wächst (in the way in which the economy grows around the world)”, erforderlich sei. Zur Verdeutlichung wies Lagarde auf die Gefahren für die Finanzstabilität hin, die sich aus “hier und da entstehenden Blasen (bubbles developing here and there)”, den weltweit über 200 Millionen Arbeitslosen und einem zu langsamen Wirtschaftswachstum ergeben.

Trotz dieser Bedenken vertrat Lagarde die Ansicht, dass eine Haushaltskonsolidierung innerhalb der Volkswirtschaften nach wie vor notwendig sei, um die Ausgaben unter Kontrolle zu halten und die “Erholung” nach 2008 sicherzustellen.

In den letzten Jahren bin ich immer wieder auf die geldpolitischen Aspekte des von Lagarde und den IGE propagierten “Neustarts” eingegangen. So schrieb ich unter anderem, wie die US-Notenbank zum Zeitpunkt der Lagarde-Intervention ihr Programm zum Ankauf von Vermögenswerten (Quantitative Lockerung), das nach dem Zusammenbruch von Lehman Brothers, der die Finanzkrise von 2008 auslöste, eingeführt wurde, verschärft hat.

Ende 2014 hatte die US-Notenbank ihr Quantitative Easing vollständig beendet. Ein Jahr später, im Dezember 2015, begann die Fed zum ersten Mal seit mehr als zehn Jahren die Zinsen zu erhöhen und führte später zudem ein Programm zum Abbau von Vermögenswerten ein,

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