Verschwörungen zwischen Theorie und Praxis | Von Klaus Hartmann | KenFM.de

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03-07-20 12:20:00,

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Ein Kommentar von Klaus Hartmann.

Mit dem Abklingen des Virus namens „SARS-CoV-2“ und den Lockerungsübungen des „Corona-Kabaretts“ geht auch die Zeit der Proteste zu Ende, die sich gegen das „Corona-Regime“ gerichtet haben. Unabhängig von der Einschätzung, wie real oder übertrieben die Gefahr durch das Virus war, ist die Befürchtung nicht von der Hand zu weisen, dass unter der Flagge des „Gesundheitsschutzes“ Grund- und Menschenrechte einschließlich sozialer Rechte dauerhaft außer Kraft gesetzt oder eingeschränkt werden können. Es wäre naiv anzunehmen, dass die Herrschenden in ihren „Maßnahmen“ nicht auch den Aspekt des „Gehorsams-Experiment“ mitgedacht hätten, woraus der „Kollateralnutzen“ in Richtung eines reaktionären Staatsumbaus zu ziehen wäre.

Ein starkes Indiz dafür ist das gesellschaftliche Klima, in der die Diskussion zu allen Seiten der Thematik geführt wurde, oder eben nicht geführt werden durfte. Dieses Klima war geprägt durch Unduldsamkeit, die Verengung des „erlaubten“ Meinungskorridors und Ausgrenzung aller Stimmen, die nicht dem „offiziellen Narrativ“ huldigten. Das ist umso bemerkenswerter, als die medizinische fachwissenschaftliche Diskussion naturgemäß keinesfalls abgeschlossen sein kann und fortlaufend neue Erkenntnisse hinzukommen. Verdächtigungs-„Kultur“ und Gleichschaltung sind auch in der Virus-Debatte Feinde eines freien, wissenschaftsbasierten Denkens. 

Ein Schlüsselwort, an dem die Gleichschaltungsbestrebungen abzulesen sind, ist das Schimpfwort vom „Verschwörungstheoretiker“, und das scheint überhaupt eine ziemlich gravierende Neben- und Folgewirkung der Pandemie zu sein. So häufig wie selten zuvor geisterte es durch Presse, Funk und Fernsehen, an manchen Tagen wurde es uns stündlich in den Nachrichten aufgedrängt. 

„Im Schlepptau des Corona-Virus haben Verschwörungstheorien gerade Hochkonjunktur“, so der „Fokus“ am 26.04.2020, der „Spiegel“ warnt am 10.05.2020 vor einer „Allianz des Schwachsinns“ und in der „taz“ spricht Berlins Innensenator Geisel (SPD) von „Systemverächtern“. Das Immunsystem gegen „Schwachsinn“ scheint geschwächt: 20 Prozent der Wahlberechtigten meinen, dass „Politik und Medien die Gefährlichkeit des Corona-Virus ganz bewusst übertreiben, um die Öffentlichkeit zu täuschen“, fand infratest dimap im Auftrag des NDR Medienmagazin ZAPP heraus. Vom selben Institut hat das ARD-Magazin Kontraste herausfinden lassen, dass 38 Prozent der Befragten unter ihren Verwandten, Freunden und Bekannten mindestens einige kennen,

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