Das Gaza-Massaker vom 8. Juli 2014 I Von Jochen Mitschka | KenFM.de

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04-07-20 07:17:00,

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Ein Verbrechen, dessen Sühnung Deutschland versucht zu verhindern.

Ein Standpunkt von Jochen Mitschka.

Am 8. Juli 2014 begann Israel mit der Operation Protective Edge. Die Kriegsverbrechen, welche im Verlauf dieses Angriffskrieges gegen den militärisch weit unterlegenen, und unter ständiger Belagerung stehenden Gaza-Streifen insbesondere durch die Israelischen Besatzungssoldaten begangen wurden, sollen, unter anderem, vom Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag nun, nach jahrelangem Zögern, untersucht werden. Die Zerstörung der Bombardierungen durch Israel war so dramatisch, dass Ken Roth von Amnesty International die Bilder der Zerstörung benutzt hatte, um sie in seinem Feldzug gegen Syrien einzusetzen, und zu behaupten, dass sie die Folge von Fassbomben gewesen wären. Und im Jahr 2019 wurden die Bilder noch einmal benutzt, nämlich um Wahlwerbung in einer Parlamentswahl zu machen, in der die Hauptprotagonisten sich dabei zu übertreffen suchten, welche Vernichtung sie den Palästinensern in Zukunft zufügen würden.

Nicht nur Israel und die USA, sondern auch Deutschland haben sich nun vehement gegen eine solche Untersuchung des IStGH ausgesprochen. Diese Länder versuchen nach wie vor, die Untersuchung zu verhindern, Sanktionen und Drohungen dürften erst der Anfang einer Kampagne gegen den Gerichtshof sein. Daher zum Jahrestag des Beginns des Massakers, hier einige Informationen darüber.

Zivilisten als Ziele

Am 22. Dezember 2019 brachte das Middle East Eye einen Bericht, wie die Nachkommen und Überlebenden in Gaza die Taten Israels unter der Aussicht einer internationalen Untersuchung sehen.

»Der IStGH prüfte Beweise im Zusammenhang mit dem israelischen Krieg im Gaza-Streifen im Jahr 2014, in dem 2.251 Palästinenser, mehrheitlich Zivilisten, und 74 Israelis, die meisten davon Soldaten, getötet wurden. (…)

Die Jungen wurden vor einem Hotel getötet, das mit ausländischen Korrespondenten gefüllt war, die über den Konflikt berichteten, was zu erschütternden Berichten aus erster Hand über den Angriff führte.

‚Die vier Kinder wollten nach fast zwei Wochen intensiver Bombenangriffe etwas frische Luft schnappen. Sie gingen an den Strand und spielten Krieg‘, erinnert sich Ahed Bakr. ‚Ismail lief in der Nähe des Hafens von Gaza, bevor er direkt ins Visier genommen wurde.

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