Die Damentoilette wird verwanzt

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05-07-20 11:51:00,

Rafael Lutz / 05. Jul 2020 –

2017 beginnt die CIA mit einer umfassenden Spionageoperation gegen Julian Assange. Die Drecksarbeit übernimmt UC Global. (2. Teil)

Whistleblower waren Barack Obama ein Dorn im Auge. Er verfolgte Aufdecker von Machtmissbrauch und Korruption. Doch WikLeaks liess er gewähren. Denn sollte Obama gegen WikiLeaks vorgehen, so hätte er sich auch alle diejenigen Zeitungen vorknüpfen müssen, die mit Assange zusammengearbeitet hatten. Dazu gehörten der «Spiegel», die «New York Times», der «Guardian» und weitere.

EXKLUSIV: So brachte die CIA in London Assange unter Kontrolle (2. Teil)

Red. Julian Assange hat in Madrid gegen die spanische Sicherheitsfirma UC Global Strafanzeige erstattet. UC Global habe Räume der ecuadorianischen Botschaft in London verwanzt und der CIA Zugang verschafft. Unterdessen führt die spanische Justiz ein Untersuchungsverfahren. In einer dreiteiligen Folge informiert Infosperber aus dem Inhalt der Strafanzeige sowie über notariell beglaubigte Aussagen von geschützten Zeugen. Über die Stellungnahme von UC GLobal berichtet Infosperber, sobald diese zugänglich wird. Ein Anwalt von UC Global bestritt gegenüber NDR, dass UC Global innerhalb der Botschaft Audioaufnahmen machte und mit der CIA zusammenarbeitete. Für natürliche und juristische Personen gilt bis zu einem rechtskräftigen Urteil die Unschuldsvermutung.

Doch die Zeiten änderten sich für WikiLeaks, nachdem Donald Trump in den USA und Lenin Moreno in Ecuador an die Macht kamen. Zwar sprachen einzelne Mitglieder der US-Regierung kurz zuvor noch in den höchsten Tönen über WikiLeaks. Doch im März 2017 wurden die CIA Vault 7 Files veröffentlicht, welche die elektronische Überwachung des US-Geheimdienstes detailliert aufdeckten. Jetzt argumentierten Beamte des Justizministeriums, dass WikiLeaks nicht mehr als journalistische Plattform geschützt sei und verlangten umfassende Ermittlungen gegen Assange und sein Team. Die Veröffentlichung von Hacking-Tools sah die US-Regierung als ein Überschreiten der roten Linie an. Dazu kam in ihren Augen, dass Assange auch eine Rolle gespielt habe während den Präsidentschaftswahlen 2016.

Darauf wurde es für Assange und sein Team ungemütlich. Trumps damaliger CIA-Chef und heutiger Aussenminister Mike Pompeo erklärte in seinem ersten öffentlichen Auftritt im April 2017: «Es ist an der Zeit, WikiLeaks als das zu bezeichnen, was es wirklich ist – ein nichtstaatlicher feindlicher Nachrichtendienst, der oft von staatlichen Akteuren wie Russland unterstützt wird.» Das Ausschalten von Assange erhielt für Pompeo oberste Priorität.

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