Gute Nachricht zum Wochenanfang: Corona oder nicht, Russland feiert seine Schulabgänger mit Feuerwerk | Anti-Spiegel

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06-07-20 03:16:00,

Jedes Jahr findet in St. Petersburg eines der größten Volksfeste der Welt statt, das mit einem riesigen Feuerwerk endet, dem Millionen Menschen im Stadtzentrum zuschauen. Die Atmosphäre kann man nicht beschreiben, die muss man erleben!

Seit 15 Jahren feiert St. Petersburg seine Abiturienten mit einem riesigen Volksfest. Der Schloßplatz, einer der größten Plätze der Welt, wird gesperrt und ist nur für die über 30.000 Abiturienten offen. Dort finden die ganze Nacht Konzerte statt. Der Höhepunkt ist ein 20-minütiges Feuerwerk nahe der Mündung der Newa. Das Feuerwerk findet unter musikalischer Begleitung statt, die mit Lautsprechern im ganzen Zentrum übertragen wird und die Salven werden vom Fluss aus auf einer von Fläche 1.800 mal 800 Metern abgefeuert.

Höhepunkt des Feuerwerks ist das Segelschiff mit den purpurnen Segeln, das den Fluss hochgefahren kommt und die geöffneten Klappbrücken passiert. Das Schiff symbolisiert, dass die Schulabgänger nun in einen neuen Abschnitt ihres Lebens „segeln“. Es symbolisiert Stolz auf den Schulabschluss einerseits und die neugierige Hoffnung der Jugendlichen auf den nun kommenden Lebensabschnitt als junge Erwachsene andererseits.

Zu dem Spektakel kommen jedes Jahr Millionen Menschen. Aber in diesem Jahr kam Corona dazwischen. Die Russen lassen sich jedoch ihre Feiern nicht nehmen und so wurde das Fest eben verlegt, um zu verhindern, dass Millionen von Menschen dicht gedrängt an den Flussufern den Newa stehen.

Das Feuerwerk wurde aus dem Zentrum in den Norden der Stadt verlegt und am finnischen Meerbusen abgehalten und live im ganzen Land übertragen. Natürlich musste kurzfristig auch die gesamte Choreografie verändert werden. Und auch wenn zuschauen am Bildschirm nicht das gleiche ist, wie miterleben, muss man sagen, dass es dieses Jahr wieder sehr beeindruckende Bilder geworden sind.

Wo normalerweise die Petersburger Altstadt mit ihren Palästen die Szene beherrscht, waren es dieses Mal die modernen Viertel im Norwesten der Stadt. Das Feuerwerk wurde unter anderem von den Hochbrücken der Stadtautobahn abgebrannt, die im Westen der Stadt in Nord-Süd-Richtung den finnischen Meerbusen überquert. Zu sehen ist auch das hochmoderne, 70.000 Zuschauer fassende Stadion, in dem auch Spiele der Fußball-WM stattgefunden haben. Und natürlich wird die Kulisse dort vom Lakhta-Tower dominiert, dem seit 2018 mit 462 Metern höchsten Gebäude Europas, das am Petersburger Stadtrand gebaut wurde.

Übrigens interessant: Zuerst sollte der Turm, der Gazproms Konzernzentrale beherbergt, gegenüber des historischen Stadtzentrums gebaut werden,

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