Immigriertes Unternehmertum: Schweinearbeiten für schlecht bezahlte Gäste

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06-07-20 06:01:00,

Immigriertes Unternehmertum

Schweinearbeiten für schlecht bezahlte “Gäste”

by Gerhard Mersmann / NEUE DEBATTE

Es ist kein Zufall, dass bestimmte Branchen von Menschen aus einem bestimmten Ethno-Sozio-Milieu beherrscht werden. Daran haben wir uns nicht nur gewöhnt, sondern wir nehmen es kaum noch bewusst wahr.

tierleid_tierqualen_tierquaelerei_bolzenschuss_betaeubungsschuss_schweineschlachtung_kritisches_netzwerk_tortur_elektrobetaeubung_herzstich_bruehbottich_entbluteschnitt.jpg Der italienische Friseur ist normal, zu dem geht auch Tante Milly aus der Nachbarschaft. Genauso wie der Rentner wie selbstverständlich den polnischen Klempner ruft, wenn die Rohre spucken. Die türkischen Müllmänner nehmen die meisten kaum zur Kenntnis, genauso wie die vielen Bulgaren auf dem Bau.

Und die Rumänen in der Fleischindustrie wären immer noch die unbekannten Soldaten auf dem tödlichen Arbeitsmarkt, wäre da jetzt nicht die Koinzidenz mit Corona, die den dort lebenden Deutschen den Urlaub versaut, während sie hinter Zäunen gehalten werden, die inklusive der Behausungen an eine antiquierte Diktatur erinnern.

Nicht erwähnt sind die verschiedenen Zweige der Gastronomie. Dort treffen wir auf die ganze Buntheit unseres Planeten und die Konsumenten schätzen es. Dass diese Betriebe zumeist nach dem Familien- oder Clan-Modell geführt werden, macht sie ökonomisch robust und verschafft ihnen einen gewissen Vorteil gegenüber allen, die sich auf reinen Vertragsverhältnissen bewegen oder bewegen müssen.

► Kolportierte Ressentiments

Rasur-Trockenrasur-Kehle-durchschneiden-Rasieren-Rasiermesser-Halsadern-Durchtrennen-Friseur-Kritisches-Netzwerk-Niedriglohn-Niedrigloehner-NiedriglohnsektorWas oft in Vergessenheit gerät, ist die Geschichte dieser längst etablierten Branchen in der mehr oder weniger dominanten Hand bestimmter Ethnien. Denn so lustig war das für die Pioniere nicht. Die ersten italienischen Friseure hatten zunächst nur italienisches Publikum und viele Deutsche in den 1960iger Jahren kolportierten mit schauriger Wonne, dort bekäme man bei der Rasur eiskalt die Kehle durchgeschnitten.

Bei den Tätigkeiten, die mit schwerer körperlicher Arbeit zu tun hatten, da war man hierzulande nicht so picky. Wer den Müll abholte oder in die Bergwerke einfuhr, der sollte nur still sein, dann war alles gut. Die kolportierten Ressentiments hingegen zogen sich durch jede Generation neuer Angebote. Die Chinesen verarbeiteten Ratten, die Türken benutzten Gammelfleisch, die Griechen verwursteten alte Esel und Ziegen und bei den Anbietern aus dem Nahen Osten wie überall sonst auch war die Hygiene immer ein Thema.

Die Geschichte von einer gesicherten Monokultur direkt nach dem Zweiten Weltkrieg ist in Bezug auf die Heterogenisierung der Gesellschaft interessant wie spannend. Für diejenigen, die als Erste den Schritt wagten,

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