Weltweite Proteste für die Freiheit von Julian Assange

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13-07-20 08:33:00,

Mahnwachen in Wellington und Auckland, Neuseeland

Von
unsern Korrespondenten

10. Juli 2020

Am 3. Juli, dem 49. Geburtstag von Julian Assange, fanden auf der ganzen Welt Kundgebungen und Mahnwachen statt, um die Forderung nach sofortiger Freilassung des WikiLeaks-Gründers zu unterstützen. Es ist schon der zweite Geburtstag, den Assange unter den grauenhaften Bedingungen im Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh in London verbrachte.

Das Netzwerk Candles4Assange berichtet über zahlreiche Events in weit über dreißig Städten und 16 Ländern, darunter Großbritannien, USA, Mexiko, Brasilien, Deutschland, Österreich, Schweiz und Australien. In Neuseeland fanden am 2. und 3. Juli Mahnwachen in Wellington und Auckland statt.

Die britische Regierung versucht, Assange an die Vereinigten Staaten auszuliefern, damit er für den Rest seines Lebens inhaftiert wird. Der mutige Verleger und Journalist wird seit zehn Jahren von mehreren US-Regierungen und ihren Verbündeten in London, Sydney und anderswo wegen der Aufdeckung von amerikanischen Kriegsverbrechen im Irak und in Afghanistan verfolgt. Er hat auch dazu beigetragen, die illegale Überwachung durch die CIA und die antidemokratischen Machenschaften zahlreicher Regierungen auf der ganzen Welt aufzudecken.

Mahnwache für Julian Assange in Wellington

In Wellington sagte die Organisatorin von Free Assange NZ, Alex Hills, bei einer Kundgebung am 2. Juli vor dem Parlament: „An wie vielen Geburtstagen wird dieser Mann noch eingesperrt sein, nur weil er Kriegsverbrechen öffentlich bekannt gemacht hat?“ Sie wies darauf hin, dass keine andere Medienorganisation so oft die Wahrheit enthüllt hat wie WikiLeaks.

An einer zweiten Mahnwache am 3. Juli in der Cuba Street in Wellington sprach auch Tom Peters von der Socialist Equality Group (Neuseeland).

Er verwies auf den jüngsten Brief von 200 Ärzten zur Unterstützung von Assange, der in der führenden medizinischen Fachzeitschrift Lancet veröffentlicht wurde und die von der britischen Regierung sanktionierte Behandlung Assanges einmal mehr als Folter anprangerte.

Assange wird in Isolation gehalten, obwohl er schwer an physischen und psychischen Leiden erkrankt ist. Besonders brisant: er leidet an einer Atemwegserkrankung, die ihn anfällig für das Coronavirus macht, das sich in britischen Gefängnissen ausbreitet.

„Die Ärzte für Assange haben die britische, australische und amerikanische Regierung angeprangert, die alle Komplizen bei dem Versuch sind, Assange in die USA auszuliefern“, sagte Peters. Er beschrieb das laufende Auslieferungsverfahren als einen „politisch motivierten Schauprozess“.

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