Die Fälschung der Welt

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22-07-20 02:58:00,

Am Anfang war das Wort und es schuf eine Welt. Die Schöpfungsgeschichte war einst nur eine Erzählung unter vielen zur Entstehung der Welt. Im christlichen Abendland war sie die absolute Wahrheit, die aber schließlich doch ersetzt wurde von der Theorie des Urknalls.

Immer wieder gab es Phasen in der Geschichte, in der die Menschen staunend oder verzweifelt erlebten, wie die Szenerie knarzend auf offener Bühne verschoben wurde. Die Welt änderte sich vor aller Augen. Vormals unumstößliche Gewissheiten, die Eckpfeiler der Existenz, wurden ausgetauscht. Damit ging die Identität ganzer Völker verloren, ihre Kultur und selbst ihre Geschichte.

Während der Christianisierung mussten unsere Vorfahren erleben, dass ihre Götter verhöhnt, die heiligen Stätten geschändet und die Bewahrung der alten Sitten mit der Todesstrafe geahndet wurden. Nach der russischen Revolution wurde die Gesellschaft auf den Kopf gestellt: Nun herrschte das bisher rechtlose Proletariat und die Besitzenden wurden rechtlos.

Es ist also nichts Neues, wenn Herrscher neue Perspektiven verkünden, ja eine vermeintlich neue Welt erschaffen. Sie streuen den Menschen Sand in die Augen und verkünden Wahrheiten, die zu der bisherigen Realität in Widerspruch stehen. Die eigene Wahrheit absolut zu setzen ist fixer Bestandteil jedes Herrschaftsanspruches. Ob im christlichen Schöpfungsnarrativ, dem Gottesgnadentum absolutistischer Herrscher oder dem Mythos vom sozial verträglichen Kapitalismus.

Am Anfang steht immer eine Lüge. Je dreister, desto dauerhafter.

Die katholische Kirche positionierte sich als Statthalter eines fantasierten Weltenherrschers und hielt damit ihre Herrschaft bei uns über 1.000 Jahre aufrecht. Dem Kommunismus mit seiner Illusion vom irdischen Paradies ging schon nach 70 Jahren die Luft aus. Die Kulturrevolution des Mao Zedong dauerte drei Jahre. Die „neue Normalität“ mit ihrem allumfassenden Gesundheitsschutz und medizinischer Dauerbetreuung wird sich an der katholischen Kirche orientieren.

Die Staatsgewalten lassen sich instrumentalisieren, um für die Kirche wie für die Internetkonzerne die Geldströme aus den Taschen der Menschen in die Kassen der Eliten zu leiten. Dieses Geld bleibt dann auch steuerfrei und kann sich rasch vermehren. Die Kirche musste ihren Besitz noch durch fingierte Schenkungsurkunden zusammenklauben. Die Digitalkonzerne müssen gar nichts mehr rechtfertigen. Unsere Einkünfte und Rücklagen existieren nur in einer elektronischen Wolke. Oder auch nicht, wenn die Konzerne das wollen. Sie stehen über dem Recht. Einen eigenen Vatikanstaat haben sie nicht mehr nötig.

Schon früher waren diese Lügengebäude ein Vorwand für Ausbeutung und Entmündigung.

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