Historischer Fehlalarm

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25-07-20 12:32:00,

Weltweit wurden 8.000 Infizierte festgestellt. Die allermeisten Erkrankten und Toten wurden in China und Hongkong gezählt, dann folgten mit großem Abstand Singapur, Taiwan und Kanada. In Europa starb ein Franzose. Unter allen Infektionskrankheiten, die zur Pandemie hochgestuft wurden, war sie die mit Abstand harmloseste.

Beispielhaft wurde sie allerdings durch die enormen wirtschaftlichen und sozialen Folgekosten. Zu einer „der gefährlichsten Epidemien der letzten Zeit“ wurde sie ausschließlich durch eine bis dahin beispiellose mediale Aufregung. In den USA erkrankten zwar nur 27 Personen an dem Virus, keiner starb, doch die Harvard University ermittelte in einer Studie, dass 93 Prozent der Amerikaner SARS ein Begriff war. Seit SARS nehmen Medien in jedem Pandemieereignis eine zentrale, um nicht zu sagen führende Rolle ein.

Nicht zu vergessen: Epidemiologen und Virologen. Ich zitiere nur das Epidemiologische Bulletin des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Februar 2004:

„Die heutige weltweite enge Vernetzung ermöglichte einerseits die schnelle Ausbreitung des SARS im Jahr 2003, andererseits aber auch die rasche Aufklärung epidemiologischer Zusammenhänge. Der Umgang mit SARS ist ein auf dem Gebiet des Infektionsschutzes bisher einmaliges Beispiel effektiver internationaler Zusammenarbeit. Als Ergebnis der weltweit gemeinsamen Aktivitäten konnte die Krankheit zunächst vollständig zurückgedrängt werden.“

Die „weltweit gemeinsamen Aktivitäten“ entsprachen wahrscheinlich nicht einmal einem Tausendstel der weltweiten Anti-Corona-Aktivitäten 2019/20. Umgekehrt war die Letalität des SARS-1-Virus, das mittlerweile als SARS-CoV-1 bezeichnet wird, fast 100-fach höher als von SARS-CoV-2 — 10 Prozent der Infizierten starben. Es ist bis heute völlig ungeklärt, warum SARS-CoV-1 fast so schnell verschwunden wie gekommen ist. Mit einiger Sicherheit nicht aus Angst vor den „Infektionsschützern“.

Was man seinerzeit aber hätte studieren können, war die geradezu erschreckende „Unordentlichkeit“ des Virus. Es gab eine Reihe von Fällen, in der die Infizierten offenbar eine gewisse Grundimmunität aufwiesen und die in heutiger Diktion als „asymptomatisch Erkrankte“ bezeichnet würden. Dann wurde ein Superspreader ermittelt, auf den — wie die WHO später glaubte, errechnen zu können — die Hälfte aller weltweit Infizierten sich zurückverfolgen ließ, die ihrerseits kaum infektiös wurden.

Das Virus verbreitete sich sehr zögerlich in der Welt, ohne annähernd denselben Eifer an den Tag zu legen wie in China. Und selbst dort lag die Zahl der Betroffenen lediglich bei 7.000. Das Einzige, was unsere Infektionsschützer bei „der gefährlichsten Pandemie der letzten Zeit“ vermutlich gelernt haben,

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