Covid-19-Impfstoffentwicklung – eine Debatte ist dringend nötig, findet aber nicht statt

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29-07-20 07:36:00,

Es vergeht kaum ein Tag, an dem keine Meldung zur globalen Impfstoffentwicklung über die “Corona-Ticker” der großen Medienplattformen geht. Bei diesen Meldungen handelt es sich um Verlautbarungen, basierend auf den Presseinformationen der auf diesem Gebiet forschenden Einrichtungen und Unternehmen. Fragen – erst recht, wenn sie unbequem sind – werden nicht gestellt. Das ist mehr als erstaunlich, bietet das Thema doch eine Unzahl von bislang ungeklärten Fragen, die sehr relevante Aspekte betreffen. Schließlich geht es um einen Impfstoff, der Milliarden Menschen verabreicht werden soll. Es geht jedoch nicht nur um Milliarden Menschen, sondern auch um viele Milliarden Euro und handfeste wirtschaftliche Interessen. Konfliktlinien, die nur so nach einer öffentlichen ergebnisoffenen Debatte schreien. Doch diese Debatte findet nicht statt. Medien und Politik wirken wie ein Kaninchen in Angststarre, das die Schlange anstarrt und nicht fähig ist, sich zu bewegen. Von Jens Berger.

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Um es vorwegzunehmen – Ich bin weder Biologe noch Mediziner und vermag es selbst nur, mich als interessierter Laie in einen überaus komplexen Themenbereich einzulesen, der meine fachlichen Fähigkeiten bei weitem übersteigt. Aber da geht es mir wohl genauso wie rund 99% meiner Mitbürger. Ich bin auch beileibe kein Impfkritiker und gegen alle Krankheiten, gegen die man als Kind der 1970er geimpft wurde, gegen Tetanus, Gelbfieber, FSME und Enzephalitis geimpft und würde mich auch gegen das Sars-CoV-2-Virus impfen lassen, wenn ich den Eindruck hätte, dass der entwickelte Impfstoff nach allen denkbaren Kriterien der Sorgfalt geprüft wird. Doch genau das ist offenbar nicht der Fall. Statt auf bewährte Techniken und Impfstoffdesigns zu setzen, nutzen Biotech-Startups und große Pharmakonzerne ausgerechnet die Covid-19-Pandemie dazu, “Strategien der nächsten Generation”, wie es in den Pressemitteilungen so schön heißt, einzusetzen. Es geht dabei um Vektorimpfstoffe, die über Viren und Nukleinsäuren, DNA- und RNA-Fragmente in die menschlichen Zellen einschleusen sollen, um sie selbst dazu zu bringen, die Antigene zu produzieren, mit denen das menschliche Immunsystem das Sars-CoV-2-Virus bekämpfen kann. Das ist zweifelsohne eine tolle Idee und da ich modernen Technologien eigentlich auch offen gegenüberstehe, begrüße ich auch Innovationen im medizinischen und pharmazeutischen Bereich,

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