Die Destabilisierungs-Strategie

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04-08-20 10:53:00,

Die westlichen Zeitungen waren in den letzten Wochen voll der Verurteilung der „Einmischung“ Chinas in die „Angelegenheiten Hongkongs“. Hilfreich für das Verständnis des folgenden Textes ist die historische Darstellung der Geschichte Hongkongs durch Dr. Daniele Ganser in seinem neuen Buch „Imperium USA“.

Die beiden Opiumkriege, Erster Opiumkrieg (1839 bis 1842) und Zweiter Opiumkrieg (1856 bis 1860), waren Kriege zwischen dem Vereinigten Königreich und dem Kaiserreich China, durch welche das kulturell weit überlegene, aber waffentechnisch unterlegene China gezwungen wurde, das Land für den Import von Opium zu öffnen. Großbritannien wäre übrigens andernfalls nicht in der Lage gewesen, die wertvollen Exporte Chinas wie Seide, Porzellan und vieles mehr zu bezahlen. Chinesische Soldaten waren auf den Kampf Auge in Auge mit dem Feind trainiert.

Aber China wurde durch die Kanonen auf den Schiffen Großbritanniens gedemütigt, und das hat bis heute Spuren hinterlassen. Das soll nie mehr passieren, steht in den Genen der Chinesen! Aber nur durch diese zwei Kriege, mit denen Großbritannien China zwang, die zerstörerischen Drogen ins Land zu lassen, wurde China gezwungen, Hongkong für einen langen Zeitraum als Kolonie an Großbritannien abzugeben. Dann diente Hongkong dem Westen über Jahrzehnte als Basis für anti-chinesische Aktionen, weshalb von westlicher Seite nun alles unternommen wird, um diese Funktion weiter nutzen zu können.

Da sich der Westen, also die USA mit seinen Vasallenstaaten, allen voran Deutschland, bereits im Wirtschaftskrieg mit China befindet, darf man westliche Medien nur begrenzt als unbefangen bezeichnen. Aus diesem Grund ist interessant, was Ken Moak am 20. Juli in der Asia Times schrieb:

„Besonders empört waren die USA, die den Sonderhandelsstatus Hongkongs aufhoben und Sanktionen gegen chinesische und Hongkonger Beamte verhängten, die verdächtigt wurden, an der Verwirklichung des NSL Sicherheitsgesetz (1) beteiligt gewesen zu sein.

Die westlichen Medien ließen die Welt schnell wissen, dass 600.000 Hongkonger sich gegen das NSL ausgesprochen hatten, aber es gab kaum ein Wort über die mehr als 2,9 Millionen beziehungsweise 1,7 Millionen Menschen, die Petitionen unterzeichneten, in denen sie das Gesetz unterstützten und die USA aufforderten, sich nicht mehr in die inneren Angelegenheiten der Stadt einzumischen. Diese Zahlen deuteten darauf hin, dass die Mehrheit der Einwohner Hongkongs die ‚ernste Besorgnis‘ des Westens nicht teilte“ (2).

Der Autor weist dann darauf hin, dass der Westen seine Heuchelei offenbart,

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