Wie tödlich ist Corona?

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04-08-20 10:49:00,

Wir befinden uns mitten in der zweiten Welle … der zweiten Welle des stetig aus den Medien auf uns einprasselnden Alarmismus. Dieser Alarmismus passt jedoch nicht zu den offiziellen Zahlen. Statistisch ist die Gefahr, bei einem Sturz ums Leben zu kommen, in diesem Sommer 15-mal so groß wie die Gefahr, an Covid-19 zu sterben. Natürlich sollte man die Krankheit nicht verharmlosen, stellt sie für Angehörige der Risikogruppen doch ein relevantes Risiko für Leib und Leben dar. Angst ist jedoch ein schlechter Ratgeber. Zeit für einen hoffentlich unaufgeregten Blick auf die Frage, wie tödlich Corona eigentlich ist. Von Jens Berger

Als die Corona-Pandemie im April über Deutschland hinwegzog, waren die Zahlen in der Tat furchteinflößend. Im Schnitt starben laut den Zahlen des RKI pro Tag immerhin 83 Menschen an der damals noch neuen Krankheit. Zum Höhepunkt, am 16. April, betrug die offizielle Todeszahl sogar 315. Damit reihte sich Covid-19 hinter den Herz- und Kreislauferkrankungen (946 Todesopfer pro Tag) und den Krebserkrankungen (653 Todesopfer pro Tag) kurzzeitig an dritter Stelle der häufigsten Todesursachen ein. Diese Zahlen waren in der Tat dramatisch, nahmen jedoch schon in den folgenden Wochen ebenso dramatisch ab. Kritiker wenden an dieser Stelle gerne ein, dass die Zahlen als solche unzuverlässig seien, da die Definition der konkreten Todesursachen schwammig sei. Das ist richtig und falsch zugleich.

Ist jemand an, mit oder durch Corona gestorben?

Nach Definition des RKI gilt jeder als Covid-19-Toter, bei dem Covid-19 nachgewiesen wurde und der an einer dazu passenden Krankheit gestorben ist. Das von einigen Kritikern immer wieder angeführte Beispiel, nach dem ein Opfer eines Verkehrsunfalls als „Corona-Toter“ gelte, wenn man bei ihm das Virus positiv nachweisen könne, ist also falsch. Richtig ist jedoch, dass vor allem zahlreiche höchstbetagte Patienten, die an multiplen Vorerkrankungen – teils im finalen Stadium – litten und sich mit dem Sars-Cov-2-Virus infizierten und dann verstarben, in den meisten Fällen in der Tat als Corona-Tote gezählt wurden und werden, auch wenn die Todesursache sich unmöglich isoliert auf einen einzigen Faktor reduzieren lässt. Wie groß die Zahl der dabei vielleicht zu unrecht als Corona-Tote mitgezählten Verstorbenen ist, lässt sich jedoch nicht seriös schätzen. Selbst kritische Stimmen wie der Pathologe Klaus Püschel und der Virologe Alexander Kekulé schätzen die Fehlerquote durch diese Definition jedoch als „nicht wesentlich“ ein.

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