Früchte des Zorns

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05-08-20 10:40:00,

Handauflegen und Gesundbeten allein genügen wohl kaum, um der fürchterlichsten psychischen Störung beizukommen, die Nachkriegsdeutschland je befallen hat: ein progredienter Sittenverfall (PSV) — ausgelöst durch ein Panikvirus mit atemberaubender Reproduktionsrate.

Zu den PSV-Symptomen zählen: Verlust an wertegesteuerter Selbstkontrolle niederer Instinkte, an Empathie, an Mitmenschlichkeit, an Bereitschaft und Fähigkeit zum Dialog. Wie Neurologen der Stiftung Auswege vermuten, docken die Spikes des Hysteriekeims mit Vorliebe an Rezeptoren von Nervenzellen in jenen Hirnregionen, die Kognition und soziales Verhalten steuern.

Noch liegt der Ursprung dieses Virus im Dunkeln: Während manche Experten ihn auf eine spontane Mutation infolge eines realen Notstands zurückführen, gehen andere davon aus, dass ihn ein Propaganda-Labor des weltweiten Pharma-Marketings vorsätzlich freigesetzt hat, wie schon beim Schweinegrippe-Fehlalarm 2009.

Wie gnadenlos dieses Virus wütet, hat uns soeben das erste Augustwochenende vor Augen geführt. Da machen in Berlin Hunderttausende von verfassungsmäßig garantierten Grundrechten Gebrauch. Friedlich demonstrieren sie gegen staatliche Verordnungen, die sie eben dieser Grundrechte unverhältnismäßig berauben. Wer sich Unter den Linden, am Brandenburger Tor, auf der Straße des 17. Juni unter sie mischte, begegnete einem ziemlich repräsentativen Bevölkerungsquerschnitt, darunter allerdings besonders viele nachdenkliche, gebildete, politisch engagierte Mitbürger mit ausgeprägtem Gemeinsinn und staatsbürgerlichem Verantwortungsbewusstsein.

Was sie auf die Straße treibt, sind Argumente, die außerhalb des Robert-Koch-Instituts und der Charité unzählige Ärzte und Wissenschaftler verschiedenster Fachrichtungen mittragen, wie übrigens auch Anwälte und Verfassungsrechtler. Sie ignorieren Maskenpflicht und Sicherheitsabstände aus Gründen, die sich aus vielerlei Studien unabhängiger Forscher ergeben. Sie widersetzen sich polizeilichen Anordnungen, weil sich der behauptete nationale Notstand, der diese rechtfertigen soll, im Wesentlichen darauf beschränkt, dass grundlose Massentestungen eine klinisch bedeutungslose Infektionsstatistik aufblähen, von der Arztpraxen, Krankenhäuser und Friedhofsverwaltungen seit Monaten nichts bemerken.

Und wie geht die übrige Republik damit um?

Die Reaktionen verdeutlichen: Zu den gefährdetsten Risikogruppen des PSV-Virus zählen Journalisten. Alle, wirklich alle sogenannten „Qualitätsmedien“ werten die Berliner Großdemo pauschal ab. In den Vordergrund stellen sie: die Nichteinhaltung von Hygieneregeln, den Einsatz von über 1.500 Beamten, die Auflösung durch die Polizei, Strafanzeigen gegen Veranstalter, Beleidigungen und angebliche körperliche Übergriffe auf Medienvertreter, einen Farbbeutelwurf auf die Landesvertretung Baden-Württembergs. Sie berichten von „Hakenkreuz-Tattoos“ und finden es bemerkenswert, dass das Veranstaltungsmotto „Tag der Freiheit“ genauso heißt wie ein Propagandafilm der Nazi-Ikone Leni Riefenstahl über den Parteitag der NSDAP 1935 (1).

Und ausnahmslos alle Qualitätsmedien schufen „alternative Fakten“,

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