Maskenzwang im Unterricht: Ein bizarrer Plan

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05-08-20 09:09:00,

Für Schüler soll nun teils sogar im Unterricht eine Maskenpflicht gelten. Diese Pläne sind unverantwortlich und unwissenschaftlich. Von Tobias Riegel.

In Nordrhein-Westfalen sollen Schüler nun in weiterführenden Schulen sogar während des Unterrichts einem Maskenzwang unterliegen, wie der Deutschlandfunk meldete. In der selben Sendung folgte kurz darauf eine Nachricht zu einer neuen Studie über das Ansteckungspotenzial in Schulen: „Die akute Ansteckung habe bei Null gelegen“, erklärte demnach der Direktor der Leipziger Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin, Kiess. Zudem seien in lediglich 14 von 2.338 Blutproben Antikörper als Hinweis auf eine überstandene Corona-Infektion gefunden worden. Die Untersuchung fand in den Monaten Mai und Juni an zehn Grundschulen und neun Gymnasien in Sachsen statt.

Widersprüchlich und unwissenschaftlich

Wie passen diese beiden Meldungen zusammen? Sie passen nicht zusammen. Die widersprüchliche Kombination verdeutlicht (einmal mehr) zweierlei: Zum einen die allgemeine Entfremdung teils drastischer Maßnahmen von ihrem offiziell proklamierten Ziel: nämlich auf „wissenschaftlicher“ Basis „gegen Corona“ vorzugehen. Zum anderen die fortgesetzte Bereitschaft, innerhalb einer nicht auf seriösen Daten beruhenden „Pandemie“-Bekämpfung ausgerechnet die Schwächsten der Gesellschaft mit besonders harten Regeln zu belegen. Zur unseriösen Datenbasis der Corona-Politik und zu ihren teils fatalen sozialen und psychologischen Auswirkungen (auch und vor allem) für Kinder haben die NachDenkSeiten zahlreiche Artikel verfasst. Links dazu folgen unter dem Text.

Die Kinder sollen nach aktuellen NRW-Plänen stundenlang im Unterricht die Maske tragen. Auch in den Pausen dürfen sie sie demnach nicht ablegen, weil gerade dann ja Begegnungen mit anderen Schülern drohen würden. Die Vorstellung von sich im Unterricht permanent maskiert gegenübersitzenden Kindern oder auf dem Pausenhof flächendeckend maskierten Schülern, denen zusätzlich der Kontakt verboten wird, ist bizarr. Durch die fehlende wissenschaftliche Grundlage erscheinen diese politischen Vorgaben willkürlich und angesichts des Schadens für die Pädagogik unverantwortlich. Der Gipfel ist, dass aber gerade den Kritikern solcher nicht rationalen und gesellschaftlich fragwürdigen Vorschriften von Teilen in Politik und Medien „Verantwortungslosigkeit“ vorgeworfen wird.

Die hier getätigten Aussagen leugnen keineswegs die Existenz von Covid-19. Aber sie fordern eine Rückkehr zu einer faktenbasierten Risikoanalyse. Auch können auf Basis einer seriösen Risikoanalyse individuelle und kollektive Einschränkungen durchaus verlangt werden, wenn diese mit sozialen Aspekten in ein angemessenes Verhältnis gesetzt werden. Doch diese seriöse Basis existiert bisher nur höchst ungenügend, wie die NachDenkSeiten vielfach belegt haben, auch dazu finden sich Links unter diesem Text.

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