Politiker sind keine Zeitgenossen – Corona bringt es ans Licht

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06-08-20 07:16:00,

Ein Gastbeitrag von Arnold Sandhaus

Einen unbeschränkten Einfluss auf das Leben der Bürger möchte der Politiker nehmen. Nur, dazu ist der Politiker einfach nicht da.
Es ist Krieg. Ich höre ihn, ich fühle ihn, ich rieche ihn. Aber wer sind die sich bekämpfenden Armeen? Das Kriegsrecht verlangt Deutlichkeit, eine Flagge, eine Uniform, eine Farbe, eine Frontlinie. Das alles fehlt. Es gibt keine Demarkationslinie. Flaggen und Uniformen sind zum Täuschen da. Die Frontlinie geht quer durch Staaten und Länder, durch Volk und Bevölkerung, durch Bürger und Regierung. Wer ist der Feind, wer Verbündeter? Es ist Krieg, aber wer kämpft da eigentlich?

Regieren oder herrschen?

Eine Regierung mit ihrer Armee von schwer bezahlten Politikern, Beamten und Beratern sollte in schweren Zeiten an vorderster Front stehen und für die Bevölkerung kämpfen. Tut sie aber nicht. Im Gegenteil, ihr vornehmstes Anliegen, so stellt sich heraus, liegt darin, die Bevölkerung zu Gehorsam anzuleiten, sie zu beherrschen. Und damit ist sie selbst wesentlicher Teil des Problems.
Gerade diese Zeit zeigt deutlicher als je zu vor, dass die meisten Politiker keine Genossen dieser Zeit sind. Sie sind keine Zeitgenossen. Sie leben mit ihrem Bewusstsein in vergangenen Zeiten, in Zeiten von Herrschern und Beherrschten. Sie finden ihren Platz in der modernen Zeit nicht.
Der moderne, selbständige, seine eigene Verantwortung tragende Bürger ist eine Kategorie, die dem Durchschnittspolitiker unserer Tage fremd ist, die ihn nicht interessiert, womit er nichts anfangen kann, die ihm lästig ist.

Wieso ist das so? Wie kommt es, dass er keinen Respekt für den individuellen Menschen empfindet, dass er meint, den Bürger – in dessen Auftrag er schließlich arbeitet – erziehen und steuern zu müssen, ja, dass er sich erdreistet, ihn zu behandeln wie einen Untertan? An seiner hohen Bildung oder reichen Arbeitserfahrung kann es nicht liegen. Im Gegenteil, in nicht wenigen Fällen sind beide nicht einmal mittelmäßig vorhanden. Dennoch vermittelt der Politiker durchgehend den Eindruck, er sei nicht gewählt zum Regieren, sondern er sei auserwählt zum Herrschen. Was man an einem Macron, der sich mindestens für den auferstandenen Napoleon, ja, für Jupiter hält1, in primitiver Reinform erleben kann, sieht man in traurigen Varianten überall.

Corona bringt es ans Licht

Schaut man auf die Geschehnisse und Maßnahmen im Strome der Corona-Affaire, die Krone, die so vieles offenbart, aber auch noch vieles geheim hält,

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