Das heimliche NATO-Mitglied

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11-08-20 03:07:00,

Über die gesamte Lebensdauer sollen diese neuen Jets die Schweizer Bevölkerung ganze 24 Milliarden Schweizer Franken kosten, also 22,6 Milliarden Euro, wie die Gegner der Beschaffung auf Grund von Berechnungen der Behörden in Deutschland und Kanada schätzen. Das Schweizer Kriegsministerium, Verteidigungsdepartement, rechnet für die ganze Lebensdauer der Flugzeuge nur mit Gesamtausgaben von 18 Milliarden Schweizer Franken, das sind 16,9 Milliarden Euro.

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Plakat in Bern: Die Regierung der Schweiz, die sieben Bundesrätinnen und Bundesräte (Foto: Heinrich Frei)

Schon heute werden in Kriegen oft Raketen, ferngesteuerte Drohnen und Cruise Missiles eingesetzt, statt von einem Piloten gesteuerte Kampfjets. Auch sogenannte luftpolizeiliche Aufgaben können ferngesteuerte Drohnen sicher bald besser übernehmen, um verirrte oder entführte Flugzeuge zur Landung zu zwingen. Zu bedenken ist auch: Der Lieferant von Kampfflugzeugen liefert auch das von ihm programmierte Computersystem. Damit ist der Lieferant so zu sagen Herr und Meister über die Apparate, auch wenn die Maschinen schon im Besitz des Kunden sind. Wie Balthasar Glättli, Nationalrat der Grünen, in der Neue Zürcher Zeitung am Sonntag vom 27. November 2016 sagte, würden die neuen Flugzeuge, die nun beschafft werden sollen, die Schweizer Armee mit diesen Kampfbombern richtig NATO-tauglich machen.

Vermutlich wäre es noch schlimmer. Die Jets könnten von der NATO über das eingebaute Computersystem manipuliert werden, so wie heute der Schweizer Geheimdienst bei „Bedarf“ das Recht hat, auf unseren privaten Computern heimlich Programme, Trojaner zu installieren, um unseren Datenverkehr zu überwachen. In einer Volksabstimmung hat das Schweizervolk solchen Bespitzelungsaktionen der Bundespolizei zugestimmt, um angeblich unser Land vor Verbrechern, Terroristen, Spionen und anderen Teufeln zu schützen.

Die Schweiz ist auch zu klein für moderne Kampfflugzeuge: Von Genf bis nach Strada im Engadin sind es nur 286 Kilometer. Von Basel bis nach Chiasso im Tessin beträgt die Distanz nur 137 Kilometer. Ein Rafale von Dassault, der mit einer Geschwindigkeit von 2000 Kilometern pro Stunde fliegt, durchquert die Schweiz von West nach Ost in 8,5 Minuten, von Nord nach Süd in 4 Minuten.

Wer soll in der kleinen Schweiz bombardiert werden, mit neuen Jets die mit doppelter Schallgeschwindigkeit fliegen können? Österreich, Liechtenstein? Aufständische ausländische Arbeiter, die streiken, irgendwelche Demonstranten, Klimaaktivisten? Soll die Schweizer Luftwaffe einmal präventive Schläge mit der NATO gegen einen Feind im Ausland, in Russland führen?

Friedensorganisationen,

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