Was wirklich in der Antikörper-Studie des Robert-Koch-Instituts steht und was die Medien draus machen | Anti-Spiegel

was-wirklich-in-der-antikorper-studie-des-robert-koch-instituts-steht-und-was-die-medien-draus-machen-|-anti-spiegel

14-08-20 08:42:00,

Heute hat das Robert-Koch-Institut eine große Antikörper-Studie zu Corona vorgestellt. Die Berichterstattung über die Studie zeigt, mit welchen Mitteln die „Qualitätsmedien“ von der wichtigsten Erkenntnis der Studie ablenken wollen. Sie machen es sehr geschickt und verdrehen dabei komplett die Wahrheit, wie ich an einem Spiegel-Artikel exemplarisch aufzeigen werde.

Die Überschrift im Spiegel lautete „Antikörperstudie in Kupferzell – „Das reicht nicht aus, um eine zweite Welle zu verhindern““ und sie macht deutlich: Die Lage ist brandgefährlich, die zweite Welle kommt! Als Bestätigung dessen kann man dann am Anfang des Artikels lesen:

„Selbst in Orten, die während der ersten Corona-Welle als Hotspot galten, hat sich wahrscheinlich nur ein Bruchteil der Bevölkerung infiziert. Dafür sprechen die Ergebnisse einer Antikörperstudie aus Kupferzell in Baden-Württemberg, die das Robert Koch-Institut jetzt vorgestellt hat.“

Dem Leser wird suggeriert, die Gefahr wäre riesig, denn es ist noch keine „Herdenimmuntät“ erreicht und noch ganz viele Menschen werden sich mit Corona infizieren. Als wichtigste Erkenntnisse aus der Studie meldet der Spiegel:

„Von den untersuchten Bürgern konnten die Forscher bei 7,7 Prozent Antikörper nachweisen. (…) Die Zahl der durch die Studie erfassten Infektionen liegt deutlich über der Zahl der zuvor bereits bekannten Fälle. Laut den Tests haben sich in Kupferzell fast viermal mehr Menschen angesteckt, als zuvor Infektionen bekannt waren. (…) Umgekehrt konnten die Forscher allerdings auch bei knapp 30 Prozent der Personen, die während des Ausbruchs positiv getestet worden waren, keine Antikörper nachweisen.“

Außerdem kann man im Spiegel noch lesen:

„Rund ein Sechstel der Infektionen (16,8 Prozent) liefen symptomlos.“

Diese Erkenntnisse führen zu folgender Schlussfolgerung, die wir am Ende des Spiegel-Artikels lesen können:

Neben der Vorstellung der Studienergebnisse äußerte sich RKI-Vizepräsident Schaade auch zur aktuellen Situation in Deutschland. Die steigenden Infektionszahlen bezeichnete er als ernst zu nehmende und besorgniserregende Entwicklung. „Wir dürfen die Entwicklung so nicht weiterlaufen lassen“, sagte er. „Wir drohen die Kontrolle zu verlieren.“
Um dies abzuwenden, müssten die Menschen weiterhin Abstand halten, die Hygieneregeln befolgen, sich bei Beschwerden testen lassen und auf nicht notwendige Reisen verzichten. Dass dies wirke, zeigten auch die aktuellen Ergebnisse aus Kupferzell, so Schaade.““

Also alles ganz schlimm!

Was die Zahlen tatsächlich aussagen

Dazu schauen wir uns die Studie mal an. Da der Spiegel sie nicht verlinkt hat,

 » Lees verder

%d bloggers liken dit: