Campingplatz in Krummhörn erlaubt Zutritt nur mit Corona-App

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18-08-20 09:24:00,

Panorama

21:55 18.08.2020(aktualisiert 22:01 18.08.2020)

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Der Campingplatz Dyksterhus in Krummhörn (Landkreis Aurich) lässt ab Dienstag nur noch Gäste zu, die die Corona-Warn-App der Bundesregierung auf ihrem Handy installiert haben.

Wie Enno Saathoff, Ehemann der Besitzerin des Campingplatzes, sagte, ist es ein Versuch dazu beizutragen, dass diese Corona-Geschichte nicht weiter explodiert.

„Wir wollen unsere Gäste, uns und unsere drei Kinder schützen“, so Saathoff.

„Wenn einer diese App nicht runterlädt und meint, das ist eine Verschwörungs-App und weiß der Kuckuck was, dann kann er das gerne für sich machen, die ist ja keine Pflicht. Aber er muss dann nicht unser Gast sein“, sagte er weiter.

Corona-Leugner sind nicht willkommen

Durch die Maßnahme will Saathoff nach eigenen Worten in erster Linie verhindern, dass Urlauber auf seinen Campingplatz kommen, die das Thema Corona nicht ernst nehmen oder sogar leugnen.

Denn Corona-Leugner gingen auch ohne Mundschutz einkaufen und seien leichtsinnig „und so was kann ich meinen Gästen nicht zumuten“.

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REUTERS / Denis Balibouse

Die Idee mit der App sei ihm erst sehr spät eingefallen. „Ob die Gäste Corona-frei sind, wissen wir dann immer noch nicht. Aber wir wissen zumindest, dass sie den Ernst der Lage erkannt haben.“

Der Platz mit rund 65 Stellplätzen ist derzeit voll belegt. Die meisten Gäste stünden der App-Pflicht positiv gegenüber. Aber es gibt auch jene, die sich nicht darauf einlassen wollen: Zwei Gäste seien bereits abgereist, einer nicht gekommen, so Saathoff. Saathoff macht auch nach eigenen Worten  Ausnahmen, etwa wenn ein 70-Jähriger ohne Handy anreise.

Corona-Warn-App

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REUTERS / HANNIBAL HANSCHKE

Die Corona-Warn-App gibt es in Deutschland seit Juni. Sie kann messen, ob sich Handynutzer über eine längere Zeit näher als etwa zwei Meter gekommen sind. Ist ein Nutzer positiv getestet worden und hat dies in der App geteilt, meldet sie anderen Anwendern, dass sie in der Nähe eines Infizierten waren. Den Verbraucherzentralen war wichtig, dass die App tatsächlich freiwillig bleibt. So dürfe es nicht sein, dass etwa Arbeitgeber, Restaurants oder Behörden eine Nutzung der App doch einmal als Zutrittsvoraussetzung definierten.

1390 registrierte Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland 1390 neue Corona-Infektionen gemeldet.

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