Interview des russischen Außenministers zur Wahl in Weißrussland und was der Spiegel daraus macht | Anti-Spiegel

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19-08-20 08:19:00,

Die „Berichterstattung“ des Spiegel kann einem manchmal wirklich den Atem verschlagen. Das hat der Spiegel am Mittwoch wieder eindrucksvoll demonstriert, als er über eine Äußerung des russischen Außenministers Lawrow berichtet hat. Die Formulierung „aus dem Zusammenhang gerissen“ wird, dem was der Spiegel sich da erlaubt hat, bei weitem nicht gerecht.

Am Mittwoch erschien beim Spiegel ein Artikel mit der Überschrift „Krise in Belarus – Russland weist erstmals auf Mängel bei Wahl hin“ und wir werden uns anschauen, was der Spiegel berichtet hat und danach werde ich die Aussage von Lawrow komplett zitieren, damit Sie selbst entscheiden können, ob der Spiegel seine Leser informiert oder desinformiert hat.

Lawrow hat in seiner sehr ausführlichen Antwort etwas erwähnt, was auch mir neu war: Wir hören in den Medien immer, dass Weißrussland angeblich keine Wahlbeobachter der OSZE zugelassen hat und dass die Wahl daher nicht von neutraler Seite beobachtet werden konnte. Das ist gelogen, wie ich bereits aufgezeigt habe und wie man bei der OSZE in Pressemeldungen vom 15. Juli und vom 10. August nachlesen kann.

Darauf ist Lawrow ausführlich eingegangen, wie wir gleich sehen werden, nur hat der Spiegel aus irgendwelchen Gründen vergessen, darüber zu berichten. Stattdessen kann man über Lawrows Äußerung im Spiegel nur folgendes lesen:

„“Die Wahl verlief nicht ideal. Natürlich nicht“, sagte Außenminister Sergej Lawrow im russischen Staatsfernsehen. Dafür gebe es nicht wenige Beweise, sagte er. Auch die Führung in Minsk sehe das und versuche, mit den Bürgern einen Dialog aufzubauen. Alle sollten versuchen, die Lage in Ordnung zu bringen.“

Der russische Außenminister Sergej Lawrow wurde am Mittwoch im russischen Fernsehen interviewt und auf eine Frage zu seinen Gesprächen mit dem deutschen Außenminister Heiko Maas vor einigen Tagen und zum Thema Weißrussland sagte Lawrow:

Beginn des Zitats:

Ja, wir haben auch darüber gesprochen , denn was in Weißrussland geschieht, ist natürlich sehr, sehr Besorgnis erregend. Wir sind besorgt über den Versuch, die internen Schwierigkeiten, mit denen Weißrussland, das weißrussische Volk und die weißrussische Führung konfrontiert sind, zu nutzen, um sich in diese Ereignisse, in diese Prozesse von außen einzumischen. Und nicht nur sich einzumischen, sondern sich einzumischen, um den Weißrussen jene Politik aufzuerlegen, die ausländische Akteure für sich selbst für nützlich erachten.

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