Schöne neue Welt

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19-08-20 10:30:00,

Peter Schwartz (73) ist Futurologe. Er war schon für das Pentagon und das Weltwirtschaftsforum aktiv. Er ist unter anderem Senior Vice President für strategische Planung des Cloud-Anbieters Salesforce, er sitzt im Vorstand des (militaristischen) Center for a New American Security (CNAS).

In einem aktuellen Interview lässt Schwartz den totalitären Fantasien des Silicon Valley freien Lauf und sagt (meine Übersetzung):

„Wir werden nach und nach sehr viel mehr Überwachung akzeptieren. Und am Ende wird es uns nicht stören, weil es — für die meisten Menschen in den meisten Situationen — mehr nützt als schadet.“

Warum das wichtig ist, sogar sehr wichtig? Schwartz ist nicht einfach ein durchgeknallter, unwichtiger Futurologe. Er arbeitet für und zieht an einem Strang mit der Rockefeller-Stiftung, Deloitte und vielen mächtigen Kooperationspartnern, darunter die Gavi-Impfallianz und Accenture, mit denen die Rockefeller-Stiftung am Projekt ID2020 arbeitet, die Gates Stiftung mit Weltbank und verschiedenen gekauften UN-Organisationen, die gemeinsam in und an einer kaum überschaubaren Vielzahl von Überwachungsallianzen und -projekten arbeiten.

Kurz zur Erinnerung aus meinem Stück vom 2. Mai: „Gleichschritt“ ist eines von vier „Szenarien für die Zukunft von Technologie und internationaler Entwicklung“, die die Rockefeller Foundation und Peter Schwartz 2010 präsentiert haben.

„Gleichschritt“ wird nicht etwa als Horrorvision, sondern als das zweitattraktivste Szenario präsentiert, hinter „Clever Together“, das aber ein hohes Maß an internationaler Kooperation voraussetzt, auch mit China, und daher schon seit Jahren nicht mehr erreichbar und angestrebt scheint. Die Szenarien sollen explizit dazu dienen, dass „große Veränderungen nicht nur ins Auge gefasst, sondern auch verwirklicht werden können.“ Und so sieht es aus:

„Selbst nachdem die Pandemie abgeklungen war, blieb die autoritärere Kontrolle und Beaufsichtigung der Bürger und ihrer Aktivitäten bestehen und wurde sogar noch intensiviert. … Die Bürger gaben bereitwillig einen Teil ihrer Souveränität — und ihrer Privatsphäre — an paternalistischere Staaten ab, im Austausch für mehr Sicherheit und Stabilität. Die Bürger waren duldsamer und sogar begierig auf Führung und Aufsicht von oben, und die nationalen Führer hatten mehr Spielraum, um die Ordnung so durchzusetzen, wie sie es für richtig hielten.“

Die Rockefeller-Stiftung präsentiert die Szenarien ausdrücklich als Leitfaden für mächtige Stiftungen,

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