Systemfrage: Der Homo Timor | | www.konjunktion.info

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19-08-20 04:53:00,

Angst - Bildquelle: Pixabay / joshuaclifford123; Pixabay License

Angst – Bildquelle: Pixabay / joshuaclifford123; Pixabay License

1895 verfasste Gustave Le Bon seinen Klassiker Psychologie der Massen, in dem er sich mit der Gemeinschaftsseele befasste, zu der er Folgendes schrieb:

In der Gemeinschaftsseele verwischen sich die Verstandesfähigkeiten und damit auch die Persönlichkeit der Einzelnen. Das Ungleichartige versinkt im Gleichartigen, und die unbewussten Eigenschaften überwiegen.

Die Gemeinschaftsseele ist für Le Bon das Herausbilden einer gemeinsamen Haltung der Gruppe, in der der Einzelne seine Persönlichkeit und seine Meinung aufgibt. Die Gruppe wird dabei von Gefühlen und vom Unbewussten geleitet, während der Einzelne meist anders denken, fühlen und handeln würde, wenn er nicht von dieser Masse vereinnahmt werden würde. Für Le Bon werden Menschen durch emotionale Ansteckung irrational, hysterisch und führungsbedürftig, so dass sie sich leichter führen, steuern und letztlich manipulieren lassen.

Wir wissen zudem, dass Angst die wohl stärkste Emotionen ist, die ein Mensch fühlen und erleben kann. Aus diesem Grund heraus wird in der “politischen Public Relations” gezielt mit dieser Angst gearbeitet, um die Menschen gefügig zu machen. Letztlich entsteht dann – unter tatkräftiger Mithilfe der Medien – der Homo Timor, der Angst habende Mensch.

Während in den vergangenen Jahr(zehnt)en eher unterschwellig mit dieser Angst und diesem Angstgefühl gearbeitet wurde (Stichwort Waldsterben), begann spätestens mit dem 11. September der offensichtliche Einsatz der Angst als Steuerungs- und Manipulationsmechanismus. Die älteren Leser werden sich sicherlich noch an die Monate nach 9/11 erinnern können, als das bereits Jahre zuvor latente Schreckgespenst des Terrorismus in “voller Blüte” in Form von Osama Bin Laden den Menschen weltweit präsentiert wurde. Über Monate wurden immer neue Schreckensmeldungen gebracht, immer neue Anschlagsversuche durch die Geheimdienste “verhindert” und neue Terrorzellen “ausgehoben”. Weltweit wurden hier erstmals Freiheits- und Grundrechte massiv und gezielt ausgehebelt bzw. eingegrenzt. Aus heutiger Sicht sind jene Maßnahmen vor bald 20 Jahren der Sündenfall gewesen, der die Menschen darauf konditionierte diese Maßnahmen aufgrund einer gezielt eingesetzten und geschürten Angst zu akzeptieren; nein, gar selbst einzufordern.

Jahre später als sich das “Gespenst im Nachtschrank” als immer weniger effizient in der Manipulation der Massen herausstellte, weil der Terrorismus in den Köpfen der meisten Menschen weit, weit weg war, wurde die Gefahr der Klimaerwärmung (erst später schwenkte man auf den Begriff Klimawandel um,

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