Eine bizarre Liebesaffäre

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20-08-20 11:43:00,

Vor wenigen Monaten hätten sich die meisten Menschen eine Welt, in der ein erheblicher Teil der Bevölkerung Schutzmasken trägt, nicht ausmalen können. Allein der Gedanke wäre uns wie eine seltsame und düstere Utopie vorgekommen, die an einen George Orwell Roman erinnert. Unsere Realität hat sich dann aber sehr rasch geändert und man hat sich vielerorts schon an die halbverhüllten Gesichter gewöhnt.

Zu Beginn des Jahres haben die Aussagen von Experten und Gesundheitsorganisationen zu dem Thema Schutzmasken und SARS-CoV-2 gar nicht auf die nunmehr aktuelle Entwicklung hingedeutet. Man war sich einig, dass die herkömmlichen chirurgischen Masken nicht vor Viren schützen würden. Es wurde geraten, die Masken nur bei starken respiratorischen Symptomen zu tragen, um dann möglichst das Virus weniger zu verbreiten. Menschen ohne Symptome sollten die Schutzmasken aber nicht tragen. In vielen öffentlichen Interviews bestätigten zahlreiche Experten diese Fachmeinung und man schien sich in diesem Punkt einig zu sein.

Doch heute, nur einige Wochen später, hat sich die dominante Meinung zu diesem Thema stark gewandelt. Wie wir alle wissen, herrscht in vielen Ländern jetzt, zumindest an öffentlichen Orten, Maskenpflicht und es wird generell dazu geraten, sooft wie möglich Masken zu tragen. Dieser extreme Kurswechsel wurde von manchen Menschen begrüßt, andere sehen hinter der Maskenpflicht wenig Sinn. Speziell in den Vereinigten Staaten scheint die politisch sehr aufgeheizte Debatte um die Schutzmasken das Land regelrecht zu spalten.

In bekannten deutschen Magazinen erscheinen Kommentare und Artikel, deren Verfasser stark moralisierend gegen diejenigen hetzen, die sich weigern, Schutzmasken zu verwenden. Wer in der Öffentlichkeit keine Maske trägt, handle „grob fahrlässig“ und außerdem sei Covid-19 ein „Intelligenztest“, den nur wenige bestehen würden. In dieser Tonart werden die Diskussionen dann häufig auch geführt.

Mit dem Argument der Solidarität gegenüber Mitmenschen wird jede sachliche Debatte sofort vernichtet und die Leitmedien zeigen uns sonnenklar auf, welche der beiden Seiten der Maskendebatte der anderen moralisch überlegen ist.

Dabei ist es aus rein wissenschaftlicher Sicht alles andere als eindeutig, ob das weitflächige Tragen von Nasen-Mund-Bedeckungen bei nicht vorhandenen Krankheitssymptomen einen signifikanten Vorteil bietet, um eine virale Pandemie zu kontrollieren. Hiermit sind die gewöhnlichen chirurgischen Masken gemeint, nicht die FFP2/3 Masken. Wer sich in die vorhandene Fachliteratur, inklusive die aus der Zeit vor Corona, etwas einliest, wird das rasch selber feststellen.

Wenn es so eindeutig feststünde,

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