Corona-Untersuchungsausschuss – Teil 4 | Von Jochen Mitschka | KenFM.de

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21-08-20 10:19:00,

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Majestätsbeleidigung oder notwendige Prüfung?

Ein Standpunkt von Jochen Mitschka.

In Teil 1 und 2 dieser Serie berichteten wir über das erste Hearing des Corona-Ausschusses, mit dem Titel „Lernen vom Untersuchungsausschuss Schweinegrippe“ (1). In Teil 3 wird der erste Teil der zweiten Anhörung zu dem Thema „Die Lage der Menschen in Pflegeheimen“ beschrieben, was nun im vierten Teil mit dem Bericht eines Betreuers und einer Angehörigen weitergeführt wird.

Bericht eines Betreuers

Herr Kusch (2) betreut 16 Personen und berichtete per Telefon aus seiner Tätigkeit, insbesondere während des Schließens der Pflegeheime.

Er berichtete von Fällen, in denen Betreute sediert wurden, damit sie sich weniger bewegten, damit sie die Zimmer nicht verließen. Was nun während der Einschließungen der Bewohner in ihren Zimmern besonders oft stattfand. Sedierung würde leider viel zu oft angewandt, und je kritischer die Pflegesituation ist, desto häufiger würden Sedierungen als „Therapien“ eingesetzt.

Herr Kusch berichtete von großen Unterschieden in der Behandlung. Einige Einrichtungen hätten schon vor der Verhängung der Maßnahmen begonnen, Schutzmaßnahmen für die Bewohner einzuführen. Als dann die Kontaktsperren verhängt worden waren, hätte er keinerlei Möglichkeiten mehr gehabt, die Behandlung der von ihm Betreuten zu überprüfen. Er hätte einfach glauben müssen, was ihm die Heime sagten. Die Bewohner, so Kusch, wären vollkommen dem Wohlwollen der Heime ausgeliefert gewesen, ohne die Chance, dass durch den Betreuer etwas hätte unternommen werden können.

In Heimen, in denen schon vor der Schließung immer wieder Missstände aufgetreten wären, hätte es ganz besonders große Schwierigkeiten gegeben, die Betreuten angemessen zu vertreten. Als er dann wieder als Betreuer die Möglichkeit hatte, Besuche zu machen, hätte er Dinge gesehen, die „krass“ gewesen wären. Es begann mit den äußeren Umständen (lange Haare, schlechter Pflegezustand allgemein). Viele Menschen, die aus Krankenhäusern eingeliefert worden wären, nach Schlaganfall oder Herzinfarkt, da hätte man „nicht rein gedurft“. Patienten bzw. Bewohner wären zum großen Teil nur mit Medikamenten behandelt worden, nicht mit üblichen Reha-Maßnahmen.

Ich habe gestern mit Einem gesprochen, der war dieses Jahr noch nicht an der Sonne.“ Er hätte das nicht glauben wollen.

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