Geheimdienstspiele: Die unglaubliche Geschichte der 33 russischen Söldner in Belarus

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21-08-20 06:53:00,

Die Festnahme wurde gefilmt und veröffentlicht.

Hinter der Aktion sollen ukrainische Geheimdienste stecken, das Umfeld des ukrainischen Präsidenten ist verwickelt, angeblich ist auch eine weitere Verschleppungsaktion des SBU in Russland gescheitert – ein wildes Gestrüpp der Beziehungen zwischen Russland, Belarus und der Ukraine als Vertreter des Westens

Es ist eine verrückte Geschichte, die durch die Wahl in Belarus am 9. August, die Lukaschenko mit unwahrscheinlichen 80 Prozent gewonnen haben will, das brutale Vorgehen gegen die Opposition, die Zunahme der Proteste und den aufflammenden West-Ost-Konflikt untergegangen ist. Sie zeigt aber, mit welchen Karten gespielt wird und dass die Verhältnisse alles andere als einfach sind. Am 29. Juli wurden vor der Präsidentenwahl in Belarus 33 Söldner der privaten russischen “Sicherheitsdienstes” Wagner in Minsk festgenommen. Nach Gerüchten könnte die Gruppe auch größer gewesen und einige entkommen sein. Sie waren mit ihren Uniformen bekleidet am 24. Juli aus Moskau eingeflogen und hatten sich bis 27. in einem Hotel aufgehalten, um schließlich in ein Sanatorium im Umland umziehen. Dort hätten sie die Umgebung abgesucht und sich überhaupt ungewöhnlich verhalten, weil sie keinen Alkohol tranken und sich nicht vergnügten.

Die Nachrichtenagentur Belta berichtete, dass Sicherheitsdienste Informationen hätten, dass 200 Bewaffnete ins Land kommen sollen, um die Situation vor der Wahl zu destabilisieren. Die staatliche Nachrichtenagentur Belta veröffentlichte die Namen der Festgenommenen, schnell stellte sich heraus, dass die Hälfte in der Ostukraine auf der Seite der Volksrepubliken gekämpft hat. Die ukrainische Regierung forderte umgehend deren Auslieferung. Die Generalstaatsanwaltschaft bezeichnete am 31. Juli 28 Personen, darunter 9 ukrainische Staatsbürger, als Verdächtige für die Beteiligung an einer Terrororganisation und der illegalen Teilnahme am Krieg in der Ostukraine.

Russland soll “Maidan-Revolution” beabsichtigt haben

Präsident Alexander Lukaschenko, der zu der Zeit bereits um seinen Wahlsieg angesichts anwachsender Proteste fürchten musste, dürfte die Gelegenheit einer angeblich von Russland geplanten Einmischung genutzt haben, um nationalistische Gefühle in der Bevölkerung zu wecken und die Opposition anzuschwärzen. Schon zuvor hatte er vor dem Versuch Russlands gewarnt, in Belarus eine “Maidan-Revolution” zu organisieren. Verdächtigt wurde vornehmlich der ehemalige Banker Wiktor Babariko, der sich als Präsidentschaftskandidat hatte aufstellen lassen. Er hatte zuvor die Belgazprombank geleitet, die Gazprom gehört (Wladimir Putin – der neue George Soros?). Babariko wurde inhaftiert und konnte zu Wahl nicht mehr antreten.

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