Propagandakrieg gegen Weißrusslands Präsidenten Lukaschenko

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24-08-20 06:46:00,

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Um der Sache und eines zielführenden Diskurses Willen sollten einige Bemerkungen/Schlussfolgerungen des nachfolgenden Artikels nicht unkritisch stehen gelassen werden. Das hat rein gar nichts damit zu tun, die Meinungsfreiheit der Verfasser des Artikels, Friedhelm Klinkhammer und Volker Bräutigam, in Abrede zu stellen. Jegliche [Miss-]Deutungen in diese Richtung werden entschieden zurückgewiesen. Wir erachten es aber als wichtig, unseren Lesern auf die Zwischenbemerkung, zwei Beispielvideos (es gibt hunderte im Netz!), die Auswahl der Fotos und deren Beschreibung unter diesem Artikel hinzuweisen. Danke!

Propagandakrieg gegen Weißrusslands Präsidenten Lukaschenko

Tagesschau-Halali zum Abschuss von Alexander Lukaschenko

von Friedhelm Klinkhammer und Volker Bräutigam

Alexander-Grigorjewitsch-Lukaschenko-Lukashenko-Aljaksandr-Ryhorawitsch-Lukaschenka-Belarus-Weissrussland-Kritisches-Netzwerk-Autokrat-Autokratie-Despot-Selbstherrschaft Der USA-EU-Westen, die Bundesregierung und der ihr angeschlossene öffentlich-rechtliche Rundfunk sind unbestritten Sieger im Propagandakrieg gegen Weißrusslands Präsidenten Alexander Lukaschenko (* 30. August 1954 in Kopys, Weißrussische SSR). EU-Ratspräsident Charles Michel blies die Fanfare: „Die Wahlen in Belarus [..] entsprachen nicht internationalen Standards. Daher erkennen wir die Ergebnisse nicht an.“ [1] Und schon war der berühmte Sack Reis wieder mal umgefallen. Noch hat der Propagandasieg aber keine schlimmeren Folgen.

Ohne es als massive Einmischung in die Angelegenheiten Weißrusslands zu kennzeichnen hatte die Redaktion ARD-aktuell schon vorher erwähnt, Polen, Litauen, Estland und Lettland hätten bereits Neuwahlen verlangt. [2] Gleichermaßen kommentarlos ließ die Redaktion Außenminister Heiko Maas giften, man werde „den Druck auf Belarus deutlich erhöhen“. [3] Mittels Sanktionen, versteht sich, denn mehr als diese völkerrechtswidrige Drohgebärde hat Deutschlands Spitzendiplomat eh nicht auf der Pfanne. Bedeutsameres als salbungsvolle Phrasen wusste nicht mal Kanzlerin Merkel anzubieten. [4]

Sich auch bei ihrer Propaganda gegen Alexander Lukaschenko selbst zu widersprechen, gelang da der ARD-aktuell natürlich mühelos. Noch am Wahlsonntag, 9. August, hob sie den Vorwurf der weißrussischen Opposition hervor, die Wahl werde manipuliert – und machte ihn sich indirekt zu eigen. Im gleichen Atemzug ließ sie jedoch wissen, „nach den jüngsten Prognosen dürfte Lukaschenko aber im Amt bestätigt sein.“ [5] Die Tagesschau hat halt mit journalistischer Logik ebenso viel gemein wie der Bayerische Zapfenstreichmarsch mit Beethovens 3. Sinfonie (Beinamen „Eroica“).

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