National Rifle Association of America: Selber ins Knie geschossen

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25-08-20 02:43:00,

NRA of America: Selber ins Knie geschossen

US-Waffen-Lobbyisten stolpern über ihre eigene Selbstüberschätzung

Sie stehen kurz vor der Auflösung.

von Monique Ryser für die Online-Zeitung INFOsperber.

Die National Rifle Association (NRA) ist eine der mächtigsten Lobbyorganisationen in den USA. Zwar geben Big Tobacco oder die Pharmabranche mehr Geld für die Beeinflussung von Politikern aus, aber die Waffenfreunde haben den einmaligen Vorteil, dass Millionen von Menschen ihre Anliegen tagtäglich verteidigen. So wurden im ersten Halbjahr 2020 in den USA bereits über 12 Millionen Waffen verkauft.

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Das ist nur eine Million weniger als der gesamte Verkauf von 2019. Corona, die Proteste gegen Rassismus, Nationalgarden in Grossstädten, ein Präsident mit martialischer Sprache und Politik befeuern offenbar den Wunsch, sich mit seiner eigenen Waffe zu schützen.

Der 2. Zusatzartikel zur US-Verfassung postuliert das Recht, eine Waffe zu besitzen und sein Eigentum notfalls mit Waffengewalt zu verteidigen. Er stammt aus dem Jahr 1791. Aber sämtliche Bemühungen, das Prinzip auf eine Grundlage zu stellen, die der Neuzeit entspricht, sind bisher gescheitert. Auch dank der NRA: Denn jedes Mal, wenn nach einem Massaker oder neuen Höchstzahlen von Schusswaffentoten nach einer strengeren Regulierung des Waffenbesitzes gerufen wird, tritt sie auf den Plan. Bei den Wahlen im Jahr 2016 gingen allein 50 Millionen Franken [ca. 46,5 Mio. €; H.S.] an die Trump-Kampagne und an der NRA-genehme Senatoren der Republikaner. Die Wahl von Donald Trump war ein Freudenfest für die Organisation, sie rief den Moment als historisch aus und wollte ein für allemal die Waffengegner ausschalten.

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► Versicherung ohne Lizenz verkauft

Heute, nicht mal vier Jahre danach, steht der mächtige Verein kurz vor der Auflösung. Für die Wahlen im Herbst hat die NRA erst 250’000 Dollar eingesetzt, mehr Geld ist nicht mehr da, wie das Magazin New Republic schreibt (Artikel unter Abo).

Waffenbesitz-Rifle-Schusswaffe-Waffenbesitzrecht-Waffengegner-Waffengewalt-Schusswaffengewalt-Schusswaffentote-Waffenverbot-Waffenwahn-NRA-Kritisches-NetzwerkDer tiefe Fall ist selbstverschuldet, denn die Verantwortlichen schienen trunken von der Macht und glaubten sich unangreifbar. Nun sind es aber zwei eher unbekannte Aufsichtsbehörden in New York, die der mächtigen Organisation das Fürchten lehren. Da ist einmal die Versicherungsaufsicht: Die NRA verkaufte unter ihrem Dach die Versicherung Carry Guard.

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