Und sie bewegen sich doch

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25-08-20 02:00:00,

Künstler gehören zu denjenigen, die mit am meisten von den Corona-Maßnahmen betroffen sind. Lange Zeit blieben Kinos, Opernhäuser und Museen geschlossen. Während sie aber mittlerweile unter Auflagen wieder Gäste begrüßen dürfen, müssen beispielsweise Clubs weiterhin ausharren. Auch Musiker müssen sich gedulden und warten, bis sie wieder die Möglichkeit bekommen, ein Konzert zu geben.

Wirtschaftlich trifft es die Künstler hart. Dass die Politik sie ausbluten lässt, ist schwer nachzuvollziehen. Nach Umsatzzahlen rangiert die Kulturbranche auf dem zweiten Platz. Dem Staat entgehen riesige Steuereinnahmen, wie Sebastian Pufpaff im Juni bei Maybrit Illner zu bedenken gab. Obwohl der Komiker in der Sendung darüber berichtete, wie schwer es Künstler zurzeit aufgrund der Maßnahmen haben, verhielt er sich dennoch überwiegend diplomatisch und vermied es, die Corona-Politik direkt anzugreifen.

Deutlicher wurde sein Kollege Florian Schroeder bei seinem Auftritt im NDR. Mitte Juli zog der Kabarettist in seinem Programm „Ausnahmezustand“, Angela Merkel, Christian Drosten und Karl Lauterbach durch den Kakao. Es hörte sich nach harscher Kritik an. Doch auf der Stuttgarter „Querdenken“-Demonstration am 8. August verriet er dann seine wirkliche Meinung:

„Ich bin der Auffassung, dass Corona eine hochgefährliche, ansteckende Krankheit ist. Und ich bin der Überzeugung, dass Maskentragen und Abstandhalten das Wichtigste und Beste sind, was wir in diesen Tagen tun können.“

Genauso wie Pufpaff und Schroeder gehen die meisten etablierten Künstler mit der Corona-Politik konform. In den Mainstream-Medien äußert sich so gut wie keiner von ihnen kritisch. Es entsteht der Eindruck, dass alle Schauspieler, DJs, Komiker, Sänger und Schriftsteller die Maßnahmen begrüßen. Doch der Schein trügt:

Es gibt sie — die kritischen Künstler. Ihre Zahl wächst stetig und schnell, man möchte schon sagen „exponentiell“. Die Avantgarde bilden dabei die Musiker.

Acht Acts von Künstlern standen beispielsweise am 1. August bei der Demonstration in Berlin auf dem Programm. Allerdings hat es lediglich SchwrzVyce auf die Bühne geschafft. Noch bevor die Polizei sie besetzen konnte, schnappte sich der Rapper das Mikrofon und performte seinen Hit „Fake News Media“. Einfach war es nicht, wie er sich erinnert. Auf der Bühne herrschte Chaos.

Bodo Schiffmann, Ralf Ludwig, Markus Haintz und andere Gäste, die als Redner auftreten sollten, liefen umher, hielten kurze Ansprachen und reichten das Mikrofon weiter. Die Stimmung war aufgeladen, die Luft brannte. In diesem Augenblick wusste SchwrzVyce,

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