Wurde Navalny vergiftet? Die bekannten Fakten und ein Vergleich über die Berichte in Russland und Deutschland | Anti-Spiegel

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26-08-20 07:37:00,

Für Politik und Medien in Deutschland steht fest: Navalny wurde vergiftet. Wie diese Feststellung in den Medien entstanden ist, ist ausgesprochen bemerkenswert und interessant. Interessant ist auch, mit welchen Mitteln in den Medien von dem abgelenkt wurde, was in Russland dazu erklärt wurde.

Nachdem Navalny in Russland krank geworden ist, war man sich in Deutschland sofort sicher: Er ist vergiftet worden. Es ist faszinierend, wie schnell sich Politik und Medien sicher sind, wenn es darum geht, Russland wegen etwas zu beschuldigen. Wie sehr hier mit zweierlei Maß gemessen wird, wird deutlich, wenn man sich an den Mord von Khashoggi erinnert, bei dem Politik und Medien lange zum Abwarten gedrängt haben, bis etwas erwiesen wäre. Und als es dann unbestreitbar bewiesen war, da hat niemand ernsthaft nach Sanktionen gegen Saudi-Arabien geschrien, als Feigenblatt wurde lediglich ein Exportstopp für Rüstungsgüter beschlossen, der jedoch so viele Ausnahmen hatte, dass die Waffenlieferungen an Saudi-Arabien ungestört weitergehen konnten.

Die Fakten

Die Charite hat in einer Pressemitteilung erklärt:

„Die klinischen Befunde weisen auf eine Intoxikation durch eine Substanz aus der Wirkstoffgruppe der Cholinesterase-Hemmer hin. Die konkrete Substanz ist bislang nicht bekannt und es wurde eine weitere breitgefächerte Analytik initiiert. Die Wirkung des Giftstoffes, d.h. die Cholinesterase-Hemmung im Organismus, ist mehrfach und in unabhängigen Laboren nachgewiesen.“

Ich habe am Freitag in einem Interview, das dann jedoch nicht veröffentlicht wurde, bereits vorhergesagt, dass es genau so kommen würde: Die Charite findet nichts, aber sie wird auf etwas „hindeuten“. Und das wird Medien und Politik in Deutschland bereits ausreichen, um Russland eines versuchten Giftmordes zu beschuldigen. So habe ich es am Freitag gesagt und so ist es am Montag auch gekommen.

Das hat System, wenn man sich die Fälle der Vergangenheit anschaut. Vor zwei Jahren war es das gleiche Spiel mit einem Mitglied von Pussy Riot, vor einem Jahr wurde ein allergischer Schock, den Navalny hatte, bereits als angeblicher Giftanschlag durch die westlichen Medien getrieben und im Fall von Skripal war (und ist) die Beweisführung der britischen Regierung so schwach, dass die westlichen Medien sie nie im Original gezeigt haben. Das haben die russischen Medien jedoch getan, als die britische Botschaft in Moskau sie der Öffentlichkeit präsentiert hat. Die sechsseitige Powerpoint-Präsentation der Briten von damals ist ausgesprochen lesenswert und wäre wirklich lustig,

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